Kolumne: Herbst und Hospiz, das passt gut

Kolumne : Herbst und Hospiz, das passt gut

Es ist Herbst, und wer von uns hier ihn nicht sieht, weil es noch dunkel ist, wenn er zur Arbeit fährt und wieder dunkel, wenn er heimkehrt, der hat immerhin die Dutzende Herbst-Fotos gesehen, die uns Leser geschickt haben.

Davon werden wir noch etliche drucken. Jetzt, im Herbst, und nicht im grauen November, fanden Veranstaltungen von Hospizen und Palliativstationen statt. Gerade hat auch der Gemeinderat Schmelz beschlossen, ein Hospiz in Hüttersdorf zu bauen. Der Herbst passt viel besser dazu als der Winter. Denn die Orte, an denen Menschen die letzte Lebensphase erleichtert wird, gehören zum Leben, zur Ernte, nicht zu Eis, Schnee und Dunkelheit. In Hospizen und Palliativstationen wenden sich einzelne Menschen einzelnen anderen Menschen zu, die im Sterben begriffen sind. Sie sollen medizinisch Linderung erfahren und nicht allein sein. Das ist vor allem so, weil die Gesellschaft keinen Platz hat für den Tod. Bei einer Caritas-Aktion in Saarlouis sollten Leute den Satz ergänzen: Bevor ich sterbe, will ich... Wer das für sich im Stillen beantwortet, merkt, wie sein Leben bis heute verlaufen ist. Was fehlt. Nachholen ist nicht – so, wie man im Herbst den Sommer nicht nachholen kann. Bloß: sich auf einen schönen Herbst einstellen.