Ansichten aus dem historischen Saarlouis Alte Ansichtskarte der Evangelischen Kirche

Saarlouis · Die Grundsteinlegung für das Gotteshau erfolgte am 22. August 1904. Die Bauzeit betrug zwei Jahre.

Die etwa 100 Jahre alte Ansichtskarte zeigt den Blick auf die Nordfassade der evangelischen Kirche Saarlouis. Im Hintergrund links sieht man Gebäude des Kleinbahnhofs, welche später abgerissen wurden.

Die etwa 100 Jahre alte Ansichtskarte zeigt den Blick auf die Nordfassade der evangelischen Kirche Saarlouis. Im Hintergrund links sieht man Gebäude des Kleinbahnhofs, welche später abgerissen wurden.

Foto: Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais​

Die Evangelische Kirche in der Saarlouiser Innenstadt stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Während der Festungszeit befand sich an der Stelle die Bastion V.

Nachdem 1889 der Festungsstatus aufgehoben worden war, beschloss die Evangelische Kirchengemeinde, ein Gotteshaus zu errichten.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 22. August 1904 unter Leitung des Architekten Carl Friedrich Christian Schlück, der auch Mitglied des Presbyteriums war. Der Grundstein ist am Chorbogen rechts zu sehen. Die für den Bau verwendeten Sandsteine stammten aus der abgerissenen Festung und vom Limberg in Wallerfangen.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Kirche schließlich 1906 eingeweiht. Bereits vier Jahre zuvor war nebenan das Pfarrhaus errichtet worden. Die beiden Eichen vor der Kirche wurden aus den Eicheln der Wittenberger Luthereiche gezogen und 1910 gepflanzt.

Die vier Fenster unter der Nord- und Südempore wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und dann im Jahr 1955 nach den Entwürfen des Architekten und Glasmalers György Lehoczky ersetzt.

Er wählte mundgeblasenes Echtantikglas in leuchtend bunten Farben mit biblischen Darstellungen. Die drei „Blütenfenster“ hat die Glasmalerin Saskia Schulz entworfen.

„Bis heute sind die Fenster der Kirche eine Augenweide für jeden Besucher“, befindet Sabine Schmitt im Gespräch. Sie stellt das Gebäude für den Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais vor.

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