Heimatkundeverein Rodena kämpft um neues Wappen für Roden

Neues Wappen : Die Rodener wollen ein eigenes Wappen

Der Stadtteil hat ein symbolisches Wappen entwerfen lassen. Es enthält einen Adler, Ähren, ein Zahnrad und die Lilie.

Ein eigenes Wappen für den Stadtteil Roden möchte der Heimatkundeverein Rodena von der Stadtverwaltung genehmigen lassen. Dazu hat der Verein bereits vor einiger Zeit einen entsprechenden Antrag mit dem Entwurf eines Wappens im Rathaus eingereicht. Ob dieser Antrag genehmigt wird, ist derzeit ungewiss. Zumindest sollte darüber am Dienstag in der Rodener Quartierskonferenz beraten werden.

Dies bestätigte die Quartiers-Managerin Theresa Groß auf Nachfrage. „Ein solch symbolisches Wappen könnten Vereine und Privatleute, beispielsweise auf Briefbögen oder Einladungsschreiben benutzen und hierdurch das Zugehörigkeitsgefühl zum Stadtteil Roden verstärken“, erläutert die Rodena-Vorsitzende Rosa-Maria Kiefer-Paulus. Zwar seien Stadtbezirke rechtlich nicht wappenführungsberechtigt, jedoch könne die Verleihung eines nichtamtlichen und symbolischen Wappens zur identitätsstiftenden Außenwirkung für Stadtteile vorteilhaft sein, sagt Sascha Schmidt, Pressesprecher der Stadt Saarlouis.

Kiefer-Paulus hofft nun, dass die Stadt nun „Nägel mit Köpfen“ macht und eine positive Entscheidung trifft. „Der von uns auf eigene Kosten beauftragte Historiker Helmut Grein hat den auf Grundsätzen der Heraldik basierenden Wappenentwurf erstellt“, bestätigt die Rodena-Vorsitzende.

Oben links enthält der Wappenentwurf einen gestümmelten Adler, rechts davon sind drei Ähren platziert und darunter eine Lilie sowie ein Zahnrad, getrennt durch einen Wellenbalken. „Der Adler weist auf die frühere Zugehörigkeit von Roden zu Lothringen hin, die Ähren stehen für eine landwirtschaftliche Tradition, das Zahnrad für die Industrialisierung, und die Lilie erinnert an die französische Zeit“, erläutert Historiker Grein. Die Saar und die Bedeutung des Flussübergangs für Roden werde durch den Wellenbalken symbolisiert.

„Ich bedanke mich recht herzlich für das Engagement in punkto Rodener Wappen“, schrieb Oberbürgermeister Peter Demmer zuletzt an den Rodena-Heimatkundeverein. Er hoffe auf Verständnis dafür, dass sich die Quartierskonferenz mit dem Thema beschäftigen werde und nicht der Stadtrat. „In der Quartierskonferenz hat sich eine repräsentative Gruppe von Rodener Bürgern zusammengefunden, die über den Antrag von Rodena beraten und entscheiden werden“, bestätigt auch Pressesprecher Schmidt.

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