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Fußball
Fusionsgespräche nach dem Hallenturnier

Volltreffer: Mit dem Turnier der SG Saarlouis-Beaumarais beginnt am Freitag die Hallensaison.
Volltreffer: Mit dem Turnier der SG Saarlouis-Beaumarais beginnt am Freitag die Hallensaison. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Bei der SG Saarlouis-Beaumarais findet ab Freitag das Auftakt-Turnier zum Hallenmasters statt. Danach wollen der TuS Beauamarais und die SSV Saarlouis Gespräche über eine Fusion beginnen. Von Philipp Semmler

Hallenfußball vom Feinsten verspricht der an diesem Freitag beginnende Ruhland-Kallenborn-Cup der SG Saarlouis-Beaumarais. „So gut besetzt wie in diesem Jahr war unser Turnier noch nie“, freut sich der Sportliche Leiter der SG, Christoph Knerr.


Neben Masters-Titelverteidiger Röchling Völklingen sind mit dem VfB Dillingen, den SF Köllerbach und dem FC Rastpfuhl noch drei weitere Teams am Start, die im vergangenen Winter beim Masters-Endturnier dabei waren. Hinzu kommen der dreifache Masters-Champion FV Diefflen und der 1. FC Saarbrücken. Der FCS ist mit dem Regionalliga-Team gemeldet. Spielen wird aber die zweite Mannschaft um Spielertrainer Sammer Mozain. Obwohl die, nach der Neuanmeldung im Sommer, derzeit nur in der A-Klasse spielt, ist der FCS in der Lage, ein schlagkräftiges Hallenteam zusammenzustellen. In wieweit dieses mit den ganz Großen der saarländischen Hallenfußballszene mithalten kann, wird sich zeigen.

Bei so vielen prominenten Teilnehmern bleibt der gastgebenden SG Saarlouis-Beaumarais nur die Rolle des Außenseiters. Bei der Spielgemeinschaft gibt es aber ohnehin derzeit Wichtigeres als ein erfolgreiches Abschneiden beim Hallenturnier.



Denn der TuS Beaumarais und der SSV Saarlouis überlegen, ob aus der derzeitigen Spielgemeinschaft nicht ein Verein werden soll. In außerordentlichen Versammlungen gaben die Mitglieder zumindest schon mal grünes Licht für die Pläne, in den kommenden Monaten diesbezügliche Gespräche aufzunehmen.

Parallel dazu ist der TuS auf der Suche nach Vorstandsmitgliedern. Seit dem Rücktritt des Vorsitzenden Lars Mansfeld und Jugendleiterin Melanie Kratz im Sommer sind diese beiden Posten unbesetzt.

Und auch sportlich hat die SG derzeit ein paar Baustellen. In der Landesliga West ist das Team von Spielertrainer Roland Bettinger als Drittletzter abstiegsgefährdet. Die Spielgemeinschaft droht damit von der Verbands- bis in die Bezirksliga durchgereicht zu werden. „Es war uns aber von Beginn an klar, dass es nur um den Ligaverbleib gehen kann“, sagt Knerr.

Denn nach dem Abstieg aus der Verbandsliga verließen alle Spieler der ersten Mannschaft den Club. Neu-Trainer Bettinger und die Vereinsführung musste binnen kürzester Zeit ein neues Team auf die Beine stellen. „Wenn man diese Umstände betrachtet, stehen wir eigentlich noch ganz gut da. Wir haben nämlich Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen“, erklärt Knerr.

Um den Ligaverbleib zu realisieren, sollen im Winter noch Neuzugänge her. Zudem möchte die SG den Vertrag mit Trainer Bettinger gerne verlängern. „Es gab auch schon erste Gespräche“, sagt Knerr.