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Chöre: Halleluja-Singers suchen Mitsänger

Chöre : Halleluja-Singers suchen Mitsänger

Das Chorensemble der Halleluja-Singers sucht dringend begeisterten Nachwuchs. Die Sänger gestalten im Wesentlichen Kirchengottesdienste mit.

Ein Hilferuf eines Chores erreichte die Redaktion der Saarbrücker Zeitung in Saarlouis vor einigen Tagen. Die Halleluja-Singers aus dem Stadtteil Beaumarais suchen dringend Verstärkung, heißt es darin. Ein Probenbesuch in der Ferienzeit zeigt, der Chor ist aktuell noch gut besetzt und absolut singfähig. Doch mit 33 Sängerinnen und gerade mal vier Sängern wird es langsam eng, um all das schöne Repertoire, das sich der Chor in den 16 Jahren seit seiner Gründung angeeignet hat, auch weiterhin singen zu können.

Auf den „Männerschwund“ reagiert hat man mit der Umstellung auf den dreistimmigen Gesang, sagt die Vorsitzende Gabi Belzer, doch gerade Chorsänger wie Klaus Fontaine wünschen sich, endlich mal wieder vierstimmig zu singen. „Noch sind wir recht gut aufgestellt, doch ich würde es absolut schade finden, wenn wir uns irgendwann aufgrund des fehlenden Nachwuchses auflösen müssten“, sagt Belzer. Sie ist eines der fast 20 Gründungsmitglieder, die dem Verein die Treue gehalten haben.

Entstanden sind die Hallelujas, wie sie sich selbst gerne nennen, durch den Familiengottesdienstkreis im Jahr 2001. Damals, erzählt die Vorsitzende, haben Eltern mit Kindern zusammen ein Kindermusical einstudiert. „Das hat so viel Spaß gemacht, einige haben da richtig Blut geleckt und wollten mehr“, sagt sie. So war die Idee für den Chor geboren, ein Jahr später folgte die Namensgebung.

Die geht aus Brigitte Fontaine zurück. „Ich habe früher so gerne die Les Humphries Singers gehört und gedacht, Halleluja-Singers, das wäre doch was für uns“, erzählt sie.

Der Name ist Programm: Der Chor ist der Kirchengemeinde nah, singt gerne christliche Lieder und bekennt sich auch dazu. Dennoch, betont Belzer, sehen sich die Sängerinnen und Sänger nicht als Konkurrenz zum traditionellen Kirchenchor, sondern decken vielmehr eine Nische ab.

Gottesdienste mitgestalten, das ist eine der Aufgaben der Halleluja-Singers. Dazu werden sehr gerne neue Projekte ins Leben gerufen, Kreativität ist gefragt. „Wir wollen einfach, dass die Menschen aus den Gottesdiensten etwas nach Hause mitnehmen“, sagt Fontaine.

Ein Großteil der Mitglieder ist katholisch, aber auch evangelische Sänger sind herzlich willkommen. Auch unser Dirigent ist Protestant“, verrät Belzer. Dirk Schmidt aus Ottweiler lässt sich gerade zum Kirchenmusiker ausbilden und hat im Jahr 2008 die Leitung der Halleluja Singers übernommen.

Er bescheinigt den Mitgliedern, immer motiviert bei der Sache zu sein. „Wir haben gerne Spaß, es ist unsere Freizeit. Doch wir sind auch ambitioniert, wollen in den Proben vorankommen“, betont Belzer So steht am 3. Dezember das Advents-Oratorium „Unerwartet anders“ auf dem Programm. Neben der tatkräftigen Unterstützung des Dirigenten wird an einem Probenwochenende im August auch der Komponist Wolfgang Zerbin mit dem Klangkörper üben.

„Vielleicht haben wir bis dahin auch ein bisschen Verstärkung gewinnen können. Wir suchen junge, aber auch ältere Sängerinnen und Sänger. Den Ton sollten sie schon treffen, aber ein Einzel-Vorsingen, das gibt es bei uns nicht“, erklärt die Vorsitzende.

Die Halleluja-Singers aus Beaumarais proben jeden Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Jugendheim Beaumarais (gegenüber der Kirche). Ein Neueinstieg ist gerade für das Projekt „Unerwartet anders“ nach den Sommerferien möglich. Weitere Informationen gibt es bei der Vorsitzenden Gabi Belzer unter Telefon (0 68 31) 6 92 00 oder Brigitte Fontaine unter Telefon (0 68 31) 96 45 53.

www.halleluja-singers.de