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Radverkehr
Grünen-Chef weist Kritik zurück

Der ehemalige Radweg in der Wallerfanger Straße.
Der ehemalige Radweg in der Wallerfanger Straße. FOTO: Thomas Fläschner
Saarlouis. Hubert Ulrich listet die Initiativen seiner Partei in Sachen Radwegeplanung auf. red

Hubert Ulrich, der Vorsitzende des Stadtverbandes Saarlouis der Grünen, hat Kritik zurückgewiesen, wonach die Kritik der Grünen an Stadt, Land und Landesbetrieb für Straßenbau an der Radwegeplanung „auch sie selber treffen“ müsse.


„Richtig ist, dass die Grünen-Stadtratsfraktion Saarlouis 1998 das Radverkehrskonzept mit auf den Weg gebracht hat, damals in einer rot-grünen Koalition. Kurze Zeit später gingen die Grünen allerdings für zehn Jahre in die Opposition (1999 bis 2009). Für die in dieser Zeit regierenden Christdemokraten, beziehungsweise die Große Koalition bis 2009, spielte Radverkehrspolitik nur eine untergeordnete Rolle.“

Ab 2009 seien die Grünen dann zwar wieder mit der CDU in der Mehrheitsrolle gewesen, „aber die Verwaltungsspitze, insbesondere der SPD-Baubeigeordnete Heyer, zeichnete sich ebenfalls nicht durch eine umweltfreundliche, radverkehrsorientierte Verkehrspolitik aus. Konkrete Planungen wurden nicht weiterverfolgt.“



Das änderte sich erst ab 2014 mit der Wahl des grünen Beigeordneten Günter Melchior, schreibt Ulrich. „Ein Beispiel für die Arbeit der Grünen-Stadtratsfraktion und des Beigeordneten in dieser Zeit sind die Planungen für die Verbesserung der Radwege in der Wallerfangerstraße. Diese Planung wurde allerdings vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) abgelehnt.“ Auch seien auf Betreiben der Grünen-Stadtratsfraktion rund 277 000 Euro für den Lückenschluss und die Erhaltung von Radwegen in den aktuellen Doppel-Haushalt der Stadt Saarlouis eingestellt worden. Ulrich: „Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Grünen in Saarlouis sehr wohl regelmäßig Initiativen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur ergriffen haben.“