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Große Tanzgala "Auftakt" im Saarlouiser Theater am Ring

Tanzsport : Tanzgala im Zeichen des Roten Teppichs

Einen facettenreichen Querschnitt durch den zeitgenössischen Tanz boten rund 350 Akteure ab drei Jahren bei zwei Vorstellungen unter dem Motto „Auftakt“ im jeweils nahezu ausverkauften Theater am Ring.

Mit über 20 Einzeldarbietungen von klassischem Ballett über Jazz und Modern bis zu Hip-Hop und Stepptanz präsentierten das Saarlouiser Tanzstudio Andreas Lauck (tanz S.A.L.) und der Tanzsportclub Blau-Gold ihrem Publikum ein buntes Potpourri. Hinzu kamen zahlreiche kurze Verbindungssequenzen, die sich alle um den „Roten Teppich“ drehten, der sich wie ein roter Faden durch die beiden Vorstellungen zog und das verbindende Element zwischen den verschiedenen Darbietungen bildete.

Andreas Lauck hatte damit auf eine Show zurückgegriffen, die er im November vergangenen Jahres für das „Rendezvous der Besten“ des deutschen Turnerbundes im Theater in Worms inszeniert hatte. Dazu hatte er neben den Leistungsträgerinnen seiner Saarlouiser Spitzenformation „autres choses“ auch mit Erstligaaufsteiger „piccola“ von der Turngemeinde Bobstadt zusammengearbeitet, die bei beiden Saarlouiser Vorstellungen mit von der Partie waren.

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Vorstellung der neuen Wettkampfchoreographien des Tanzsportclubs Blau-Gold, mit weit über 30 Meistertiteln der erfolgreichste Jazz- und Moderndance-Verein in Deutschland. 2019 ist Blau-Gold mit „autres choses“ und „performance“ gleich mit zwei Teams in der ersten Bundesliga vertreten. Maßgeblich zu dieser Erfolgsbilanz beigetragen hat auch das Jugendteam „l’équipe“ mit elf deutschen Meistertiteln seit 2005. Die Verbandsligamannschaft „Camouflage“, das neue Jugendteam „Nouveau“ und die beiden Kinderformationen „Kiwanis“ und „Mini-Kiwanis“ komplettieren den erfolgreichen Kader.

„Wir wollen mit einem ungewöhnlichen Stück wieder eine Nische im Reigen der Erstbundesligisten besetzen“, berichtet Sebastian Spahn, der auch in diesem Jahr für die Choreographie von autres choses verantwortlich zeichnet. Musikalische Basis des folkloristisch angehauchten Stückes bilden verschiedene Tanztrailer. „Die tänzerische Komponente steht im Vordergrund“, betont Spahn, der 2011 und 2012 selbst bei autres choses getanzt hatte. Mit dem Auftakt zeigte er sich sehr zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg. Uns bleiben jetzt noch zweieinhalb Monate bis zum Saisonstart, um das Stück zu verfeinern und einzelnen Positionen auszufeilen.“

Ähnlich fällt die Bilanz von Andreas Lauck aus, der für die zweite Erstligaformation performance zuständig ist. „Noch fehlt uns der Mittelteil des Stückes“, berichtet er. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass das Team für die neue Saison völlig neu zusammengestellt wurde. Von der 2018er-Besetzung sind nur fünf Tänzerinnen übrig geblieben. Hinzu kommen sechs ehemalige Mitglieder der aufgelösten Zweitligaformation Frameless des TV Lebach sowie drei Nachwuchstänzerinnen aus der eigenen Jugend. „Durch den personellen Umbruch musste ich zunächst einmal austarieren, welche Tänzerin welche Position am besten ausfüllen kann“, beschreibt Lauck den Entstehungsprozess.

Die Saison beginnt für die Erstbundesligisten am 9. März in Bobstadt (Südhessen), die Verbandsliga Süd trifft sich bereits am 17. Februar in Baden-Baden zum Auftaktturnier. Für die Jugend- und Kinderformationen geht’s am 24. März in Schwalbach los. Geplant ist in diesem Jahr erstmals der Start bei den Europameisterschaften, die Mitte Juni in Prag stattfinden.

Alle Liga-Termine und Infos im Internet.

jmd.tanzsport.de