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Gleichzeitig zum Abi und Richtung Bundesliga

Gleichzeitig zum Abi und Richtung Bundesliga

Saarlouis. Die Saarlouiser Jugendbasketballer sind im Saarland spitze. Ungeschlagen gewannen sie in der abgelaufenen Saison in der U14, U16, U18 weiblich und männlich Saarlandmeisterschaft und Pokal. Bei den Mädchen geht dies sogar so weit, dass nächste Saison eine Jugend-Bundesligamannschaft in Saarlouis installiert wird. Dies geschieht in Kooperation mit dem TBB Trier

Saarlouis. Die Saarlouiser Jugendbasketballer sind im Saarland spitze. Ungeschlagen gewannen sie in der abgelaufenen Saison in der U14, U16, U18 weiblich und männlich Saarlandmeisterschaft und Pokal. Bei den Mädchen geht dies sogar so weit, dass nächste Saison eine Jugend-Bundesligamannschaft in Saarlouis installiert wird. Dies geschieht in Kooperation mit dem TBB Trier. Die Zusammenarbeit mit diesem Verein gibt auch einigen Jungs des TV Saarlouis die Chance, sich auf höchstem deutschem Jugendniveau zu messen: in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL), bzw. der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) spielen die Jugendlichen nächstes Jahr gegen Teams aus gesamt Süddeutschland. In Trier nämlich hat man eine regionale Auswahlmannschaft für die Jugend-Bundesliga-Ebene im Basketball zusammengestellt.Training in Trier Als einer von diesen kann ich aus eigener Erfahrung berichten, wie es nur unter einigem Stress möglich ist, Schule und Leistungssport zu kombinieren.Zweimal pro Wochen fahren insgesamt sechs Jugendliche mit dem Zug von Saarlouis nach Trier zum Training. Die Karten werden von der Deutschen Bahn gesponsort, was die Kosten erheblich senkt. Der Aufwand ist trotzdem groß. Immerhin müssen neben den wöchentlichen Fahrten noch die Auswärtsfahrten zu den Spielen bewältigt werden. Der Hauptteil des daraus resultierenden Stresses liegt aber weder an Schule noch Sport als solchem, viel mehr bereitet mir der aus G-8 folgende Nachmittagsunterricht Probleme. Denn montags und donnerstags muss ich bis halb vier in der Schule sitzen. Mein Zug nach Trier fährt bereits um zwanzig vor fünf. Zeit zum Regenerieren bleibt nicht und somit muss ich, nach ein wenig Schlaf im Zug, ausgepowert von neun Stunden Schule zum Training. Um Sport auf Spitzenniveau zu bewältigen, ist dies nicht sonderlich förderlich, ein vernünftiges Training auf so hohem Niveau ist kaum noch möglich.Um den Stoff, der in den viel zu voll gepackten Lehrplänen steckt, wirklich lernen zu können, muss ich auch mal im Bus oder Zug lernen. Dies wäre auch nichts Schlimmes: Immerhin bin ich mir im Klaren, mir selbst diesen ganzen Stress aufzuladen. Ich verstehe allerdings nicht, warum ich meine komplette Schulzeit im Galopp durchlaufen muss, um dann mit 17 (hoffentlich) mein Abitur in der Hand zu halten und, weil ich noch keine 18 sein werde, noch nicht einmal Zivildienst erledigen zu dürfen.Arbeit lohnt sichAllerdings lohnt sich die harte Arbeit, denn das Training und der Wettkampf auf Jugend-Bundesliga-Niveau bringt uns Spieler wirklich weiter. Und um in den kommenden Jahren das Saarlouiser Regionalligateam zu verstärken, sind wir Jugendlichen froh, diese Chance geboten zu bekommen und bereit etwas, Stress in Kauf zu nehmen: Immerhin ist es etwas Besonderes, in der Bundesliga spielen zu dürfen.

Auf einen BlickDie weibliche U17-Bundesliga (WNBL) und die männliche U16-Bundesliga (JBBL) starten im Herbst in die erste Saison. Die männliche U19-Bundesliga (NBBL) geht bereits in die vierte Runde. Von den TV Saarlouis Royals spielen aus der letztjährigen U18 von Erfolgscoach Mariusz Dzurdzia JBBL: Tim Leonhardt (15 Jahre; Stadtgarten-Gymnasium Saarlouis); Nicholas Burgard (14; Robert-Schuman-Gymasium Saarlouis); Christoph Rupp (15; SGS). In der NBBL: Luca Meyer (18; Abi 09 Max-Planck-Gymnasium); Alexander Susock (15; MPG); Florian Kirsch (16; MPG). redHintergrundDie TV Saarlouis Royals sind aktuelle Deutsche Meister und Pokalsieger bei den Damen und stellen mit dem Regionalligateam bei den Herren die höchstklassige saarländische Mannschaft.Um eine bessere Förderung der Talente zu ermöglichen kooperiert der TV Saarlouis: Nachdem im letzten Jahr erstmals eine Kooperation mit dem luxemburgischen Basketballverband stattfand und je ein Team bei Mädchen und Jungen in der luxemburgischen Liga mitspielte, soll dies auch in der nächsten Saison weitergeführt werden. Zudem entsteht eine neue Kooperation mit dem TBB Trier, welche die beiden Bundesligavereine (Saarlouis - Frauen; Trier - Herren) in der Region verknüpft. red