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Geschichte
„Rodener Prisma“ mit viel Geschichte

Titelbild der neuen Ausgabe „Rode-
ner Prisma“.
Titelbild der neuen Ausgabe „Rode- ner Prisma“. FOTO: Erhard Grein / erhard Grein
Roden . Die zweite Ausgabe des spannenden Heftes trägt den Titel „Rodener Fontaine“ und enthält viel Lokalkolorit.

„Rodener Fontaine“ ist ein Begriff, den man im ältesten und einwohnergrößten Stadtteil von Saarlouis gleich in mehrfacher Hinsicht benutzen kann.


Das Titelbild der zweiten Ausgabe 2018 „Rodener Prisma“ erinnert an die am 30. Oktober 1972 vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich mit den Worten „Wasser marsch“ übergebene Brunnenanlage. Es war ein Werk des Saarlouiser Künstlers Victor Fontaine. Claudia Wiotte-Franz stellt diesen Künstler vor.

Alois Rau, Vorsitzender des Rodener Geschichtskreises, betont, dass im demnächst erscheinenden Buch „Roden: Heimat, Schicksal und Vermächtnis“ ein wertvoller Beitrag zur Erinnerungskultur dargestellt werde. Am Donnerstag, 15. November, wird es im Karl-Thiel-Haus vorgestellt.



Im neuen „Rodener Prisma“ hat sich Professor Thomas Gergen intensiv mit dem alten Rodener Dorf­recht befasst. Gergen befasst sich in einem weiteren Beitrag ausführlich mit dem Heiligen Sebastian in Roden: der Bruderschaft, der Statue, der Glocke und den Wegekreuzen.

Außerdem liefert Gergen eine Rückschau „100 Jahre Kinderbetreuung in Roden“.

Vor fünf Jahren gab es in Roden eine „Paramenten- und Kirchenkunstausstellung“. Die Bezeichnung „Paramente“ für die Messgewänder der Priester ist heute vielen Menschen unbekannt. Edi Mittermüller und Andreas Rival machten sich die Mühe, kostbare Paramente zu sichern. Engagierte Mitarbeiterinnen waren Lydia Mittermüller und Mathilde Espen.

Aus der Feder des Heimatdichters Guido Lemier (1912–1988) stammt in moselfränkischer Mundart „De Geschicht van da Status-quo-Fahn“, der Zeit vor 1935, als Statusquoler gegen eine Rückkehr der Saar an Deutschland kämpften. Andreas Meunier beleuchtet sehr informativ kriegerische Zeiten mit seinem Beitrag „Siebzig Jahre deutsch-französischer Geschichte im Zeitraffer“, Thema eines zeithistorischen Seminars in Roden.

Das Heft „Rodener Prisma“ kostet vier Euro. Erhältlich ist es beim Rodener Geschichtskreis, Schulstraße 4a. Telefonnummer (0  68  31) 8  60  18  56. 

(rl)