Gelebte Glücksmomente

Kunstmäzen Claus Zöllner aus Wallerfangen, der in regelmäßigen Abständen Künstler aus Paris in Saarlouis bekannt macht, hatte wieder eine große Zahl an Kunstliebhabern um sich geschart, als mit Gérard le Gentil eine neue Ausstellung im Atelier des Museums Haus Ludwig eröffnet wurde. Die Laudatio hielt Myriam Bouchon.

Gérard Le Gentil, Maler der École de Paris, scheint ein glücklicher Mensch zu sein. Zumindest versucht er seine Sicht auf ein vermeintliches Glück durch seine farbenfrohen Bilder zu verbreiten. Sie sind Ausdruck eines gefühlten Lebens in Leichtigkeit, eines Mannes, der sich die Welt ausschließlich von ihren schönen Seiten anschaut und mit Farbe und Pinselstrich nur noch bunter malt. Für seine Glücksmomente hält er die Zeit an: zeigt von der Sonne beschienene Dörfer, beliebte Plätze, Menschen, die sich eine Auszeit auf der Terrasse eines belebten Cafés oder Bistros nehmen, sich am Strand erholen, in den Gassen einer Kleinstadt flanieren, erzählt von Spaziergängen in herrlicher Natur. Reiseeindrücke wie aus Venedig sind ebenso ein Thema. Seine Philosophie lautet: "Um Glück erleben zu dürfen, muss der Mensch Leidenschaft entwickeln."

Le Gentil ist weltweit bekannt

Le Gentil, Jahrgang 1948, liebt die Kunst, die Musik, das Theater und die Literatur, widmet sich jedoch vorrangig der Malerei - und das mit Leidenschaft. Seit seinem 15. Lebensjahr malt er, in erster Linie angeregt von den Künstlern und dem Leben auf Montmartre, wohin es ihn täglich zieht. Begeistert ist er von Jean Paul , Maurice Utrillo und André Derain. Gerne besucht er Freunde in ihren Ateliers, wo er unterschiedliche Maltechniken, die "piktorale Kunst" entdeckt und sich teilweise zu eigen macht.

Gepaart mit seinem persönlichen Duktus und seinem Augen-Blick, findet Le Gentil schon bald Anerkennung. 1965 stellt er in der Galerie Parnasse aus. Die jährlichen Ausstellungen "Printemps, Rochevilaine", von ihm organisiert, zeigt die zeitgenössische Malerei und Bildhauerei der Pariser Szene. Le Gentil macht sich in ganz Frankreich, in den USA, in Hongkong, Korea, Japan und China, in der Schweiz und in Belgien sowie in Saarlouis bekannt.

Werke vermitteln Lebensfreude

"Pure Begeisterungsfähigkeit, permanentes Herzflattern, Emotionen", so Myriam Bouchon, beflügeln ihn und lassen ihn immer wieder spontan ins Meer der Farben greifen. Striche, Kreise, fröhliche Farbspiele sowie zurückhaltende Farbkompositionen, darunter auch Stillleben und Zeichnungen, alle Facetten der Malerei finden sich in der Ausstellung des Museums Haus Ludwig, die Lebensfreude vermittelt.

Bis 20. März. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.