Geldsegen ermöglicht Ausbau der B 51 neu

Roden. Die Anlieger der Bundesstraße 51 alt, Ortsdurchfahrt Roden, können auf eine dauerhafte Entlastung hoffen. Die Umgehungsstraße B 51 neu wird konkret

 Gespannt verfolgten die Bürger die Ausführungen des Beigeordneten Manfred Heyer (oberes Foto, links) und Dieter Mathis, Leiter des Tiefbauamtes (oben rechts). Foto: Oliver Morguet

Gespannt verfolgten die Bürger die Ausführungen des Beigeordneten Manfred Heyer (oberes Foto, links) und Dieter Mathis, Leiter des Tiefbauamtes (oben rechts). Foto: Oliver Morguet

Roden. Die Anlieger der Bundesstraße 51 alt, Ortsdurchfahrt Roden, können auf eine dauerhafte Entlastung hoffen. Die Umgehungsstraße B 51 neu wird konkret. "Der Planfeststellungsbeschluss soll Ende 2009 vorliegen, ausgehend von einer Bauzeit von einem Jahr wäre die Straße dann 2011, spätestens 2012 fertig", erklärte der städtische Beigeordnete Manfred Heyer am Donnerstagabend bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Roden.

"Das Land nutzt das Konjunkturprogramm des Bundes, um einen neuen Topf für den Straßenbau aufzumachen, dort ist jetzt auch die B 51, Ortsdurchfahrt Roden, enthalten." Die Stadt wolle nach Fertigstellung der Umgehung die B 51 alt zurückbauen: "Wir werden alles tun, um die Straße für den Durchgangsverkehr so unattraktiv wie möglich zu machen", versicherte Heyer den mehr als 70 Bürgern. Aber auch nach Fertigstellung der B 51 neu sei in Roden mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen, schränkte der Beigeordnete ein: "Experten gehen davon aus, dass sich durch die B 51 neu das Aufkommen von zurzeit rund 16 000 Fahrzeugen täglich nur um etwa 3000 reduzieren wird."

Ungeachtet der neuen Entwicklung nimmt die Stadt in den kommenden Wochen viel Geld in die Hand, um die B 51 alt zu sanieren. "Wir entsprechen damit der Forderung der Anlieger, die Straße zu sanieren, um die Lärmbelästigungen durch schwere Lkw zu reduzieren", erklärte Heyer.

"Die Sanierung erfolgt in drei Bauabschnitten", erläuterte Dieter Mathis, Leiter des Tiefbauamtes: "Der erste Bauabschnitt umfasst das Teilstück von der Bahnhofsallee bis zur Gerberstraße, der zweite die Herrenstraße zwischen Lohe- und Heiligenstraßen und der dritte die Lorisstraße von der Lorisgartenstraße bis zum Bruchweg." Der Auftrag ist vergeben, mit den Arbeiten soll begonnen werden, sobald es die Witterung zulässt. Insgesamt sind rund sechs Wochen für die Arbeiten vorgesehen.

"Der erste Bauabschnitt kann an nur einem Wochenende erledigt werden, weil hier nur die Decke abgefräst und erneuert wird", erläuterte Mathis. Die B 51 bleibe komplett gesperrt, eine Umleitung werde ausgeschildert. "In den anderen beiden Teilstücken muss die Straße teilweise bis zum Schotterbett abgetragen werden, was deutlich mehr Zeit braucht. Deshalb werden wir hier mit Ampelanlagen arbeiten." Dazu werde jeweils eine Fahrspur über 200 Meter gesperrt. Anlieger können dann jeweils für rund eine Woche nicht auf ihre Grundstücke fahren.

Zwei Teilbereiche wurden bereits im Sommer 2007 für rund 200 000 Euro saniert. Die neuen Maßnahmen kosten etwa 400 000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf rund 600 000 Euro. Der Landesbetrieb für Straßenbau gewährt einen Zuschuss von 150 000 Euro. Eigentlich wollte sich die Behörde überhaupt nicht an den Sanierungskosten beteiligen, da die B 51 neu kommt und die B 51 alt dann zurückgestuft wird. Beim Ortstermin wurden laut Heyer die Verantwortlichen aber davon überzeugt, dass hier sofort etwas getan werden müsse.

Hintergrund

Die B 51 neu, Ortsumgehung Roden, knüpft an der Gustav-Heinemann-Brücke an die bereits fertig gestellte B 51 neu, Ortsumgehungen Fraulautern und Ensdorf, an. Von dort soll die Straße durch die Rodener Wiesen, nahe der Saar, bis zum Saarhafen Saarlouis/Dillingen weitergeführt werden. Dort bestehen Anschlüsse an die B 51 alt und die Autobahn A 8 (Anschlussstelle Dillingen-Süd). Die exakte Trassenführung soll im Planfeststellungsverfahren festgelegt werden. Dieses Verfahren endet mit einem Planfeststellungsbeschluss, der quasi die Baugenehmigung für die Straße darstellt. Dieser Beschluss soll Ende 2009 vorliegen. om

Auf einen Blick

Die B 51 alt, Ortsdurchfahrt Roden, beginnt an der Gustav-Heinemann-Brücke als Schanzenstraße. Im weiteren Verlauf in Richtung Dillingen heißt sie Gerberstraße, Herrenstraße und Lorisstraße.

Für die Anlieger der Schanzen-, Gerber- und Herrenstraße findet am nächsten Montag, 16. Februar, um 18.30 Uhr eine weitere Infoveranstaltung in der Aula der Römerbergschule, Römerstraße 20, statt. om