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Ganztag ist im Kreis Saarlouis bei weiterführenden Schulen gefragt

Kostenpflichtiger Inhalt: Anmeldungen an weiterführenden Schulen : Echter Ganztag ist im Kreis Saarlouis zunehmend gefragt

Fast gleich viele Anmeldungen an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen gibt es im Landkreis Saarlouis. Englisch liegt als erste Fremdsprache vorne.

1508 Kinder werden zum kommenden Schuljahr 2020/21 in 64 Klassen in den weiterführenden Schulen des Landkreises Saarlouis eingeschult. Für die 13 Gemeinschaftsschulen (GemS) im Kreis sind 715 Schüler angemeldet, an den sechs Gymnasien 793 Schüler. Insgesamt gibt es etwas mehr Fünftklässler als im laufenden Schuljahr, da waren es 1484 in 63 Klassen.

Einer gestiegenen Nachfrage erfreuen sich an beiden Schultypen die Ganztagsmodelle: An den Gemeinschaftsschulen wechseln 249 Kinder in den Gebundenen Ganztag, am Gymnasium sind es 73. Die Ganztagsschule Sophie-Scholl-Schule Dillingen musste erneut auslosen: Sie kann in Klasse 5 maximal 100 Schüler in vier Klassen aufnehmen. Wie im Vorjahr konnten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden, teilte der Kreis als Schulträger mit; 21 Kinder wurden am 9. März ausgelost, sie haben sich andere Schulen ausgesucht. Die drei anderen Ganztagsschulen im Kreis, die beiden Saarlouiser GemS sowie die Bisttalschule Wadgassen-Bous (Ganztag bis Klasse 7), können jeweils zwei-bis dreizügig mit kleinen Klassen arbeiten.

Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen im Landkreis Saarlouis Foto: SZ/Müller, Astrid

Bemerkbar macht sich diese Nachfrage auch am Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten (SGS): Hier wird es insgesamt sieben Eingangsklassen geben, drei davon im Ganztag (bis Klasse 7). Eine Siebenzügigkeit gab es übrigens – seit der Übernahme der Schulträgerschaft durch den Landkreis 1992 – nur ein Mal: am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen zum Schuljahr 2000/01.

Die sechs Gymnasien beginnen alle mit mindestens vier Eingangsklassen; die Anmeldezahlen sind überall etwa gleich stark geblieben, nur das SGS verzeichnet hohen Zuwachs. Die meisten Anmeldungen im Kreis hat damit das SGS, dann folgen, wie in den Vorjahren, das Robert-Schuman-Gymnasium (RSG) und das Max-Planck-Gymnasium, alle in Saarlouis.

Unter den GemS ist im kommenden Schuljahr, neben den Ganztagsstandorten, nach wie vor die Johannes-Gutenberg-Schule Schwalbach besonders gefragt. Große Verschiebungen gibt es im Vergleich zu den Anmeldezahlen im Vorjahr kaum: Nur die Lothar-Kahn-Schule Rehlingen verzeichnet 18 Neulinge mehr, und damit eine ganze Klasse. 15 Fünftklässler mehr hat auch die Schule am Limberg Wallerfangen. Nur 23 neue Kinder besuchen die Schule am Römerkastell Dillingen, sie wird als einziger Standort nur eine Fünfer-Klasse bilden. Kleine Klassen gibt es auch in den jeweils knapp zweizügigen Jahrgängen an der Theeltalschule Lebach und Schule an der Waldwies Saarwellingen.

12 der insgesamt 34 Eingangsklassen an den Gemeinschaftsschulen im Kreis beginnen mit Französisch als erster Fremdsprache, 17 mit Englisch; fünf weitere Klassen an den GemS „In den Fliesen“ Saarlouis und Kettelerschule Schmelz laufen im Schulversuch „Englisch + Französisch“. An Gymnasien beginnen 13,25 der insgesamt 30 Fünfer-Klassen mit Französisch (davon 1,25 im Musikzweig des RSG), elf mit Englisch und vier (am SGS) mit Latein (plus Englisch).

Die rund 20 noch ausstehenden Anmeldungen sind Kinder, die entweder Klasse 4 wiederholen, eventuell zu Förderschulen wechseln, in andere Bundesländer oder das Ausland umziehen oder schlicht noch nicht angemeldet sind, erklärt der Kreis auf Anfrage. Kapazitäten seien an den GemS im Halb- wie im Ganztag noch vorhanden.

Auspendler, also Schüler, die künftig Schulen außerhalb des Landkreises Saarlouis besuchen, gibt es (Stand 20. März) insgesamt 91. Von Einpendlern, also Schülern aus benachbarten Kreisen, liegen an den Schulen im Landkreis Saarlouis insgesamt 154 Anmeldungen vor.