Galerie Palz zeigt Markus Lüpertz

Galerie Palz zeigt Markus Lüpertz

Markus Lüpertz gehört zu den großen deutschen Gegenwartskünstlern. Grafiken und Bronzen aus den jüngsten Jahren zeigt ab Sonntag die Saarlouiser Galerie Palz. Roter Faden: Ausflüge in die griechische Mythologie.

Malerfürst wird Markus Lüpertz genannt, weil er sich gerne wie einer gibt, er ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart, sagen Kunsthistoriker und Kunstmarkt, umstritten ist seine Kunst, und wer seine Bilder sieht, spürt auch ohne Kunstwissen: Das sind Kraftpunkte.

Lüpertz widmet die Galerie Palz in Saarlouis jetzt eine Ausstellung. Geprägt ist sie von der Faszination, die antike Mythologie auf Lüpertz ausübt. Im Mittelpunkt der Schau stehen großformatige Blätter aus der Holzschnitt-Mappe "Myknisches Lächeln". Lüpertz schuf sie 1986, druckte die Stöcke aber nie komplett. 2013 veränderte er die Stöcke und druckte sie nun in helleren, lebhafteren Farben. Diese Blätter sieht man nun in Saarlouis , ihre Auflage sei nicht höher als fünf, sagt Galerist Michael Palz. Die gesamte Mappe (nicht alles hängt bei Palz an der Wand) umfasst zehn Blätter: zehn Köpfe in zehn Farben. Um die Mappe herum gruppiert finden sich Blätter vor allem aus den letzten Jahren. Darunter sind die aquarellierte Radierung Fortuna und das Motiv "Hölderlin". Die rund 40 Bilder ergänzen vier Bronze-Skulpturen, deren Motive ebenfalls der Mythologie entnommen sind.

Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Er gehörte zuvor zu den wenigen Künstlern, die sich erfolgreich der Universaltendenz zur Abstraktion entzogen hatten. In den unterschiedlichen Phasen seiner Arbeit brachte Lüpertz (geboren 1941) immer wieder bildliche Zitate aus der Geschichte - aus der deutschen ebenso wie aus der griechischen Mythologie - neu in seine Bilder ein.

Die Galerie Palz (Lisdorfer Straße 9) eröffnet die Ausstellung mit einer Vernissage an diesem Sonntag, 14. September, 11 bis 13 Uhr, geöffnet ist auch von 15 bis 17 Uhr. Die Laudatio hält die Kunsthistorikerin Dr. Michaela Mazurkiewicz-Wonn. Zu sehen bis 11. Oktober, dienstags bis freitags von 10 bis 13.30 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr; samstags von 10 bis 13.30 Uhr.

Infos: Tel. (0 68 31) 9 66 58 00.

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