Für mehr Respekt und Toleranz

Er gewann im Jahr 2013 wegen seines Einsatzes für das Technische Hilfswerk (THW) den Titel des Jahressiegers bei der SZ-Aktion „Saarlands Beste“. Erik Meisberger bildet junge Leute zu Katastrophenhelfern aus. Der 27-Jährige aus Quierschied ist Landesjugendleiter des THW.

"Ich glaube, dass die Jugend ganz viel dazu beiträgt, dass die Welt besser wird", sagt Erik Meisberger. 20 Stunden die Woche arbeitet er ehrenamtlich als THW-Landesjugendleiter. Er ist für Ortsjugenden mit insgesamt 600 Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren verantwortlich. "Es geht darum, Freizeitaktivitäten zu gestalten. Wir machen alle zwei Jahre ein Landesjugendlager und das darauffolgende Jahr ein Bundesjugendlager."

Außerdem organisiert der 27-Jährige Wettkämpfe und Leistungsabzeichen, bei denen die Jugendlichen zeigen können, was sie ausbildungstechnisch gelernt haben. Doch damit nicht genug: "Ich bin Pumpenspezialist für Großpumpen und bin da in alle möglichen In- und Auslandseinsätze involviert." Der letzte Großeinsatz sei in Ostdeutschland das Elbe-Hochwasser gewesen, vor zwei Jahren sei er mit auf dem Balkan gewesen. Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit beim THW ist Meisberger auch im Vorstand des Netzwerkes Demokratie und Courage. "Wir setzen uns für Antirassismus-Arbeit ein, organisieren Rock-gegen-Rechts-Veranstaltungen, planen Workshops."

Neben seinen vielen Ehrenämtern arbeitet Erik Meisberger auch hauptberuflich im Bereich der Jugendarbeit . Als Jugendbildungsreferent bei der Landesmusikjugend Rheinland-Pfalz hat er sich einen kleinen Traum verwirklicht. Er betreut zwischen 30 000 und 35 000 junge Musiker, die alle ehrenamtlich in ihrem Verein Musik machen.

Für sein Engagement wurde Erik Meisberger 2013 als "Saarlands Bester" ausgezeichnet. Die Reise trat er mit seiner Lebensgefährtin an. "Ihr hat das gut getan, mal ein paar Tage mit mir zu haben." Denn bei so viel ehrenamtlichem Einsatz bleibt die Zeit zu zweit oft auf der Strecke. Als nächstes stehe ein Sportprojekt der THW-Jugend auf dem Plan. "Der Fokus dieses Jahr liegt auf den minderjährigen Flüchtlingen", erklärt Meisberger. Es soll ein multikulturelles Mehrgenerationenprojekt werden, in das nicht nur Flüchtlingskinder, sondern auch Menschen mit Behinderung integriert werden sollen. Erik Meisberger scheint seine Arbeit zu lieben: 39 Stunden die Woche hauptberuflich, den Rest der Woche ehrenamtlich.