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Für Kinder kann es gefährlich werden

Für Kinder kann es gefährlich werden

Dillingen. Vielfach wie neu sieht die Werderstraße in Dillingen nun wieder aus. Denn seit Februar 2011 hatte der Eigenbetrieb Abwasser dort für rund 1,1 Millionen Euro das Kanalnetz saniert. Einerseits seien die Bauarbeiten für die Anwohner etwas stressig gewesen, teilte uns SZ-Leser-Reporter Klaus Kaup mit

Dillingen. Vielfach wie neu sieht die Werderstraße in Dillingen nun wieder aus. Denn seit Februar 2011 hatte der Eigenbetrieb Abwasser dort für rund 1,1 Millionen Euro das Kanalnetz saniert. Einerseits seien die Bauarbeiten für die Anwohner etwas stressig gewesen, teilte uns SZ-Leser-Reporter Klaus Kaup mit. Andererseits habe man am späten Nachmittag und Wochenende die durch Sperrungen verursachte Ruhe genossen. "Ich frage mich, was wird nach der Freigabe der Straße?" Denn die Werderstraße im Norden Dillingens ist nur in Teilen als 30-Kilometer-Zone ausgewiesen. Etwa 1600 Meter ist sie lang, von der Merziger Straße im Westen bis zur Dieffler Straße im Osten. Die Abschnitte mit reduzierter Geschwindigkeit umfassen 600 Meter, in Bereichen mit beispielsweise angrenzenden Kindergärten, Spielplätzen und Schulwegen.Klaus Kaup sieht gute Gründe, diese Straße als Ganzes zur 30-Kilometer-Zone zu machen. Einer ist für ihn, dass in den Teilstücken mit 50 Kilometern meist beide Straßenseiten mit Fahrzeugen zugeparkt sind. Dort würden vor allem Kinder zwischen den parkenden Autos zu spät erkannt, wenn sie die Straßenseite wechseln wollten.

Ähnliche Probleme sieht er im Umfeld des von Schulen und Vereinen genutzten Weiß-Kreuz-Stadion. Ebenso am Kinderspielplatz vor dem Hochhaus zwischen Scharnhorststraße und Schmittenbachstraße. Bei Letzterem seien schon einige Kinder beim Überqueren der Straße angefahren worden.

"Im Sinne der Kinder, die den Spielplatz besuchen, der Sportstättenbesucher, der Verkehrsteilnehmer und letztendlich der Anwohner" sollte die Werderstraße durchgehend zur 30-Kilometer-Zone gemacht werden. Dazu ruft Klaus Kaup sowohl Bürgermeister Berg als Verantwortlichen der Stadtverwaltung auf, als auch den Rat der Stadt Dillingen.

Eine "wichtige Durchgangsstraße" in Dillingen sei die Werderstraße, teilte die städtische Pressestelle mit. Deshalb sei dort außerhalb bestimmter Abschnitte die Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erlaubt. Über Tempozonen und ihre Ausweisung berate die Verkehrskommission. Die bestehe aus Vertretern von Stadtrat, Stadtverwaltung und Polizei.

Auf ihrer Tagesordnung für Anfang 2012 hat diese Kommission eine weitere 30er-Zone. Die könnte in dem von Kaup angesprochenen Bereich zwischen Scharnhorst- und Schmittenbachstraße entstehen. Nach Beratung und Empfehlung durch die Verkehrskommission entscheidet dann der Stadtrat, ob eine weitere verkehrsberuhigte Zone in der Werderstraße eingerichtet wird.

 Der Bereich am Kindergarten zwischen Scharnhorst- und Schmittenbachstraße ist keine 30-Kilometer-Zone. Foto: Johannes A. Bodwing
Der Bereich am Kindergarten zwischen Scharnhorst- und Schmittenbachstraße ist keine 30-Kilometer-Zone. Foto: Johannes A. Bodwing
 Der Bereich am Kindergarten zwischen Scharnhorst- und Schmittenbachstraße ist keine 30-Kilometer-Zone. Foto: Johannes A. Bodwing
Der Bereich am Kindergarten zwischen Scharnhorst- und Schmittenbachstraße ist keine 30-Kilometer-Zone. Foto: Johannes A. Bodwing

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserem Leser-Reporter Klaus Kaup aus Dillingen. Sie haben auch Ärgerliches und Spannendes zu erzählen oder sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: per SMS/Fax, MMS mit Foto an Tel. (06 81) 59 59 800, Mails an leser-reporter@sol.de.