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Fischzucht
Dem gefräßigen Kormoran Paroli bieten

Einzigartig im Saarland – die Zuchtanlage des Fischereiverbandes Saar in Fraulautern.
Einzigartig im Saarland – die Zuchtanlage des Fischereiverbandes Saar in Fraulautern. FOTO: Ruppenthal
Fraulautern. Fischzuchtanlage in Fraulautern geht an den Start. Bis Mai sollen die ersten Fische in die Gewässer. Von Rolf Ruppenthal

Der Startschuss ist gefallen: Nachdem der Fischereiverband Saar die Zuchtanlage des ASV Fraulautern nutzen darf und entsprechend vorbereitet hat, wurde inzwischen der Fischlaich in die sechs Zuchtbecken eingebracht. Hier wachsen derzeit bei Wassertemperaturen von knapp 12 Grad in dem Häuschen neben dem Forellenhof rund 40000 kleine Fischlein heran.


Noch sind es eigentlich mehr Larven als Fische, aber schon im Mai sollen sie nach einem Zwischenaufenthalt in den Freiluft-Rundbecken neben dem Gebäude in die Freiheit entlassen werden. Die Experten des Fischereiverbandes Saar, an der Spitze Biologe Sebastian Hoffmann, wachen aufmerksam darüber, dass diese Entwicklung auch in den richtigen Bahnen erfolgt. Sorgsam wird auf größte Hygiene geachtet, wenn die Fischbrut drei Mal am Tage gefüttert wird. Bei diesem Pilotprojekt wird der Verband tatkräftig von dem Fischzuchtunternehmen Rosengarten aus Trassem unterstützt.

Umweltminister Reinhold Jost informierte sich über die Fortschritte dieses im Saarland einmaligen Pilotprojektes. Neben FVS-Präsident Andreas Schneiderlöchner und seinem Vize Bernd Hoen war auch die Angel-AG der Förderschule Lernen aus Noswendel mit von der Partie. Nach dem gelungenen Anlauf mit den Bachforellen sollen später in dieser Fischzuchtanlage auch Äschen und Schneider für die saarländischen Gewässer großgezogen werden. Über die Fischzuchtanlage will der Verband die Fischverluste in den heimischen Gewässern durch die gefräßigen Kormorane ausgleichen. Umweltminister Reinhold Jost wertete diese Aktion als beispielhaftes Leuchtturmprojekt, das sich zudem ideal eigne, Kindern die Kreisläufe der Natur näher zu bringen.