Feuerwerk krönt die Festival-Stimmung

Feuerwerk krönt die Festival-Stimmung

Seit 47 Jahren zieht das Burgfest in Siersburg viele Besucher an. Was 1967 mit einem Lagerfeuer begann, ist heute ein großes Ereignis mit viel Musik, einem Lichtermeer und einem Feuerwerk auf dem Burgplateau.

Der Weg zur Siersburg ist steil und anstrengend, da kommt man ganz schön ins Schwitzen. Doch es lohnt sich, ein atemberaubender Blick rundum ist die Belohnung für die Wanderer. Am Samstagabend gab es dazu noch Live-Musik, Speisen und Getränke, ein Feuerwerk und Festivalstimmung. Zum 47. Burgfest hatte die CAJ (Christliche Arbeiterjugend) Siersburg eingeladen und schon am frühen Abend schlängelten sich Besucherscharen den Berg hinauf.

In den 1960er Jahren, erzählt Carsten Schmitt, Vorsitzender der CAJ Siersburg, haben Jugendliche das Flair der Burg zum Feiern entdeckt. "Aus einem Lagerfeuer wurde 1967 das erste offizielle Fest mit 140 Besuchern, jetzt kommen bis zu 3000 Leute hier hoch", erzählt er. An die Anfänge kann er sich, 23 Jahre alt, natürlich nicht erinnern. Auch die übrigen Mitglieder im Organisationsteam sind nicht älter als Schmitt, engagieren sich aber vehement für die Weiterführung des legendären Festes. "Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich mithelfe", erklärt Beatrix Serwe, Mutter zweier CAJ-Mitglieder. "Man muss einfach unterstützen, wenn die Jugend so etwas auf die Beine stellt", sagt auch Liane Minot, die am Bierstand für Nachschub sorgte.

Den brauchten die meisten Gäste gleich bei der Ankunft. So wie Stefan Schellenbach aus Siersburg, Stammgast beim Burgfest. "Es ist hier nicht wie bei normalen Festen. Schon der Aufstieg ist sehr anstrengend. Dafür wird man aber von vielen Bekannten und einer tollen Atmosphäre empfangen", sagt er. Für ihn sind die vielen Leute, die er jedes Jahr trifft, das Wichtigste am Fest.

Mit vier Bands und zwei DJs hatte das Team um Schmitt ein abwechslungsreiches Musikprogramm zusammengestellt. "Das alles geht natürlich nicht ohne Sponsoren", betont er. Mit dem moderaten Eintrittspreis von sechs Euro allein können die Kosten nicht gedeckt werden. "Wir sind auch sehr stolz darauf, dass wir in diesem Jahr 120 Helfer haben, die dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft", sagt Schmitt.

Während die Jugend bis in den frühen Morgen auf der Burg feiert, Musik und Lichtermeer genießt, zieht es Petra Klein und Birgit Kaiser gegen 23 Uhr nach Hause. "Wir kommen aus Siersburg und gehen in jedem Jahr sehr gerne hier hoch, um ein bisschen zu feiern", erzählt Klein. Auch ihr Sohn engagiert sich beim CAJ. Nach dem Feuerwerk trat auch Sandra Friess den Heimweg an. Sie freute sich, dass sie nach Jahren erstmals wieder zum geliebten Burgfest kommen konnte. "Bisher war die Tochter zu jung, doch jetzt bringe ich sie mit", erzählt sie. So ist auch gleich für den Nachwuchs auf dem Burgfest gesorgt.

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