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Feuerwehr: Windräder im Wald können zu Brandgefahr werden

Saarlouis. Die Errichtung von Windrädern im Wald birgt Gefahren, die oft nicht ausreichend berücksichtigt werden, mahnt die Feuerwehr. Sollte im Wald ein Windrad brennen, sei der Löschvorgang schwierig, sagte Kreisbrandinspekteur Bernd Paul auf Anfrage. Ein frei stehendes Windrad lasse man kontrolliert herunterbrennen, "dann treten wir die Asche aus", erklärte Paul. Im Wald aber sei das schwierig. Ein Brand ganz oben an einem Windrad lasse sich vom Boden aus nicht löschen, weshalb auch Löschanlagen in die Windräder eingebaut seien. Trotzdem brenne es dort immer wieder. Die Wehrleute könnten sich nicht gefahrlos nähern. Um vor herabfallenden Teilen sicher zu sein, brauche es bei einem 200 Meter hohen Windrad rund 300 Meter Abstand, erklärte Bernd. Den gibt es im Wald aber nicht. Das größere Problem sei, dass ein brennendes Windrad auch den Wald anstecken könne. "Waldbrände zu löschen, ist immer besonders schwierig" - was damit anfange, dass es weit und breit kein Löschwasser gebe. Johannes Werres

Die Errichtung von Windrädern im Wald birgt Gefahren, die oft nicht ausreichend berücksichtigt werden, mahnt die Feuerwehr. Sollte im Wald ein Windrad brennen, sei der Löschvorgang schwierig, sagte Kreisbrandinspekteur Bernd Paul auf Anfrage. Ein frei stehendes Windrad lasse man kontrolliert herunterbrennen, "dann treten wir die Asche aus", erklärte Paul. Im Wald aber sei das schwierig. Ein Brand ganz oben an einem Windrad lasse sich vom Boden aus nicht löschen, weshalb auch Löschanlagen in die Windräder eingebaut seien. Trotzdem brenne es dort immer wieder. Die Wehrleute könnten sich nicht gefahrlos nähern. Um vor herabfallenden Teilen sicher zu sein, brauche es bei einem 200 Meter hohen Windrad rund 300 Meter Abstand, erklärte Bernd. Den gibt es im Wald aber nicht. Das größere Problem sei, dass ein brennendes Windrad auch den Wald anstecken könne. "Waldbrände zu löschen, ist immer besonders schwierig" - was damit anfange, dass es weit und breit kein Löschwasser gebe.


Für gut 200 Meter hohe Windräder hat ein Investor zum Beispiel im Saarforst bei Wadgassen und Überherrn Genehmigungen beantragt.

Paul bezeichnete ein anderes Beispiel als problematisch aus Sicht der Feuerwehr. Ein Windrad solle bei Schwalbach im Wald in der Nähe der Autobahnauffahrt aufgestellt werden. Hier bestehe zusätzlich die Gefahr, dass im Winter Eis vom Rotor falle und Autofahrer und auch Feuerwehrleute gefährde.