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FDP-Politikerin Strack-Zimmermann bei der Bundeswehr in Saarlouis

Sorge um Soldaten : „Soldaten fürchten Verlust von Fähigkeiten“

Fehlende oder nicht funktionierende Ausrüstung können zum Verlust einzelner Fähigkeiten der Bundeswehr führen. Davor hat die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, nach einem Besuch von Fallschirmjägern und Landeskommando in Saarlouis am Mittwoch gewarnt.

Soldaten befürchteten, diese Fähigkeiten zu verlieren, zum Beispiel Piloten, wenn sie nicht fliegen und so ihren Flugschein verlieren würden. Probleme wie die Instandsetzung der Gorch Fock oder der Flugbereitschaft führten dazu, dass sich Soldaten als „Deppen der Nation“ verlacht fühlten. Trotz des hohen Frustpotentials, hob die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende nach den fast fünfstündigen Gesprächen hervor, sei die Motivation sehr hoch. Strack-Zimmermann erfuhr, „dass die Kaserne hier Teil der Stadt ist“. Was so ungewöhnlich nicht sei, denn die selbstverständliche Zugehörigkeit der Bundeswehr zur zivilen Gesellschaft in Deutschland sei „viel ausgeprägter als man glaubt“. Insbesondere für junge Leute komme das vermeintlich „völlig Selbstverständliche in Bewegung“. Sie sähen „glasklar“, dass Freiheit und Frieden nicht selbstverständlich seien und verlangten, dass die Bundeswehr gut ausgerüstet sei.

Strack-Zimmermann forderte, dass die Bundeswehr Reservisten unter ihren früheren Angehörigen rekrutieren dürfe. „Sie suchen händeringend Reservisten.“ Doch der Datenschutz verhindere die Kontaktaufnahme. „Das ist absurd.“

Als „spannende Persönlichkeit“ lobte Strack-Zimmermann den aus Saarbrücken stammenden Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn. Er war 2010 bis 2012 Kommandeur der Saarlandbrigade gewesen. Zorn gehe „respektvoll mit den Politikern um“. Was sie besonders beeindruckt habe: Zorn besuche nach und nach alle Truppenteile — ohne Voranmeldung.