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ISEK
Fahrtwind unbedingt nutzen

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Johannes Werres

Schonungslos ist die ISEK-Analyse für Roden, noch schonungsloser die für Fraulautern. Sie betrifft die Gegenwart, so richtig problematisch aber kann die Lage in Zukunft werden. Das ergibt sich aus den vielen Daten mehr als deutlich. Da wird auch in Fraulautern die Problematik sterbender Innenbereiche angesprochen, die Belastung durch Auto, Staub und Krach, die hier und da beobachteten sozialen Spannungen. Die Analyse offenbart aber auch Chancen, auch solche, die schon ergriffen sind: die schmucke Heydingerstraße zum Beispiel. Das ISEK-Papier zeigt sehr deutlich, dass man mit realistischen Erfolgsaussichten Weichen stellen kann. Gerade in Fraulautern. Denn da müssen Planer und Bürger mit dem ISEK unbedingt den Fahrtwind nutzen, den der geplante Ostring auf jeden Fall bringen wird. Und, falls er kommt, auch der Ersatz für die Straßenbrücke. Da könnte eine neue Ortsmitte entstehen. Und wer weiß, wie viel Erleichterung eines Tages die Elektroautos bringen? „Soziale Stadt“ ist eine echte städtebauliche Investition in ein gutes Leben. Sie macht Lust auf Zukunft. Fraulautern wird davon profitieren.