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Fastnacht
Faasendtreiben und närrisch gute Laune

Die Vielfalt der Nationen tanzten die „Hot Hips“ vor dem Brandenburger Tor.
Die Vielfalt der Nationen tanzten die „Hot Hips“ vor dem Brandenburger Tor. FOTO: Johannes A. Bodwing
Roden. Fest in Narrenhand war die Rodener Kulturhalle bei der Geburtstags-Sitzung der Karo-Blau-Gold. Von Johannes Bodwing

Mit einer Lasershow startete Karo-Blau-Gold am Samstagabend in seine Geburtstags-Sitzung. Seit 60 Jahren sorgen die Rodener Narren für Faasendtreiben und gute Laune. Diese Erwartungen erfüllten sie wieder in der Kulturhalle vor vielfach dicht besetzten Rängen. In bewährter Manier wirbelten die Tanzgruppen über die große Bühne, von Gardemärschen bis zu Themen wie „Dschungelbuch“ und als „Infizierte“. Die Mariechen Kimberly Schmitt, Hannah Born und Jasmin Scheer eroberten Bühne und Publikum mit einem abwechslungsreichen Tanz-Medley. Die „Hot Hips“ zogen in bunter Vielfalt der Nationalitäten vor dem Brandenburger Tor auf zu dem Lied „Das alles ist Deutschland“. Das Männerballett gestaltete als „wilde Cowboys aus Roden“ den Schlusspunkt vor dem Finale. „60 Jahre jung, mit viel Elan und voller Schwung“, lautet das diesjährige Motto. Dieses setzten die Akteure mit begeisternden Auftritten um. Jonas Lay und Lea Schröder kabbelten sich als „Mariechen un sein Buh“ durch die Bütt, mit frechen Sprüchen standen dort später Judith Landry und Karo-Präsident Bernd Schleich als „Et Bäbchen un da Nickel“. Über seinen Nachwuchs klagte „De Läädisch“ (Joachim Moser) als Gast der Karo. „Hätt‘ ich das vorher gewusst, hätt‘ ich den Klapperstorch im Landeanflug abgeschoss.“ Gegen die Affenpuppe Charly hatte Bauchredner Frank Lorenz einen schweren Stand. Jeder seiner Sätze wurde ihm zum Nachteil. „Ich mache jetzt Sport“, sagte er stolz. „Ritter Sport“, konterte Charly kichernd.Den Stress tanzte die Prinzengarde einfach mal weg.



Sängerin Sandra Müller zog im zweiten Teil das Tempo an, vom gemütlichen Schunkler zum ausgelassenen Stimmungs-Potpourri, der die Zuschauer von den Stühlen holte. Das „kleine Programm“, wie Sitzungspräsident Stedem es nannte, endete gegen 0.30 Uhr mit dem Karo-Lied und einem bunten Aufmarsch der Akteure.