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Extraschichten für den Ligaverbleib

Extraschichten für den Ligaverbleib

Sie machen es spannend bis zur letzten Minute: Die Basketballer der Saarlouis Sunkings haben an dies- em Samstag ein echtes Endspiel um den Verbleib in der Regionalliga.

Nachdem Trainer Dennis Mouget den Basketballern der Saarlouis Sunkings noch ein paar letzte Hinweise zur Spielweise des nächsten Gegners eingetrichtert hat, versammelt sich das Team des Basketball-Regionalligisten im Kreis. Die Spieler legen sich gegenseitig die Arme auf die Schulter, es fallen aufmunternde Worte, ehe das Licht in der Saarlouiser Kreissporthalle plötzlich erlischt. Eine weitere Trainingseinheit vor dem Showdown an diesem Samstag (19.30 Uhr) in der Stadtgartenhalle, wo die "Sonnenkönige" eine Achterbahnsaison mit einem Sieg über die SG Dürkheim-Speyer noch retten können, ist zu Ende.

Adrian Kuyinu, der US-Amerikaner mit britischem Pass, scheint die Dunkelheit nicht zu stören. Er schiebt Extraschichten, um für das Finale um den Ligaverbleib gerüstet zu sein. Ein Ball nach dem anderen fliegt Richtung Korb, kaum ein Versuch verfehlt das Ziel. Landsmann Lindsey Hughey-Hall hat das Parkett derweil verlassen. Der 27-Jährige ist Hoffnungsträger und zugleich Sorgenkind der Sunkings, die vor dem Schluss-Akkord acht Siege aufweisen, wegen des Dreiervergleichs mit den punktgleichen ASC Mainz und Schlusslicht Tigers Tübingen Vorletzter sind - und damit gerettet wären.

Hughey-Hall plagen Achillessehnenprobleme. Der Spielmacher hat seit seinem Kraftakt beim 81:72-Erfolg beim TV Lich II nicht regulär trainiert, nachdem er in Hessen trotz anhaltender Schmerzen auf die Zähne gebissen und mitgeholfen hatte, den nötigen Sieg einzutüten.

Trainer Mouget will im Training kein Risiko eingehen, er braucht den US-Ami, auch wenn dessen Vorbereitung dadurch natürlich nicht optimal war. Hughey-Hall selbst ist guter Dinge: "90 Prozent werden im Basketball über den Kopf entschieden, der Rest durch die Physis. Und mental bin ich bereit", sagt er. Das gelte auch für die Mitspieler: "In den meisten Spielen, die wir gewinnen mussten, waren wir zuletzt ja zur Stelle. Die Mannschaft hat gut trainiert und wirkt sehr fokussiert."

Im Hinspiel in Speyer war er beim 67:84 gegen den Ligasechsten noch nicht dabei. Gleiches gilt für Chaed Wellian, der mit einem Schnitt von 23,3 Punkten sogar Top-Werfer der Liga ist. Der holländische Hüne verbreitet ebenfalls Optimismus: "Ich habe großes Vertrauen ins Team. Wir wissen alle, wie wichtig das Spiel ist und dass wir gewinnen müssen. Ich werde alles geben", verspricht Wellian. Letztlich müssen das alle neun Akteure. "In Lich hatten wir keinen Ausfall, da hat jeder geliefert - und das brauchen wir auch jetzt", weiß Trainer Mouget. Die Stimmung im Team sei gut. Je näher das Spiel rückt, umso mehr steige natürlich die Anspannung. "Aber gerade dafür spielt man ja Basketball", sagt der Trainer. Sollte alles glattgehen, werden seine Spieler nach dem Spiel selbst den Freibier-Ausschank ankurbeln. Wenn nicht, bleibt den Sunkings noch die Hoffnung auf fremde Schützenhilfe.