Warntag Heute um 11 Uhr schrillen die Sirenen im Landkreis Saarlouis

Saarlouis · Bundesweit wird heute geprobt.

 Auch die Warn-App NI-NA wird am bundesweiten Warntag eingebunden.

Auch die Warn-App NI-NA wird am bundesweiten Warntag eingebunden.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Heute, am Donnerstag, 10. September, ist bundesweiter Warntag. Das bedeutet: Pünktlich um elf Uhr schrillen die Sirenen im ganzen Land, sämtliche Warnmittel werden erprobt. Auch im Kreis: Wie die Pressestelle des Landkreises Saarlouis mitteilt, sind im Landkreis insgesamt 76 Sirenen vorhanden, acht sind derzeit nicht aktiv. „Somit können 68 Sirenen durch die Integrierte Leitstelle des Saarlandes ausgelöst werden“, heißt es.

Dieser gemeinsame Aktionstag von Bund und Ländern wird ab dann jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt, nach Beschluss der Innenministerkonferenz. Er soll – ebenso wie die bereits auf Landesebene durchgeführten Warntage – dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu erhöhen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich die Bedeutung der Warnsignale bewusster machen und wissen, was sie nach einer Warnung tun können.

Pünktlich um elf Uhr wird dabei ein bundesweiter Probealarm unter Einbindung aller vorhandenen Warnmittel durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelte Warn-App NI-NA, Radio, Fernsehen und lokale Warnmittel wie Sirenen.

Warnmultiplikatoren wie zum Beispiel Rundfunksender übermitteln die Probewarnung mit möglichst wenig Zeitverlust über das jeweilige Programm. Auch die Entwarnung wird durch die Warnzentrale des BBK versendet, welche ebenfalls durch die Warnmultiplikatoren und die Warnmittel an die Bevölkerung übermittelt wird.

Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern und relevanten Akteuren wie Hilfsorganisationen gemeinsam vor. Er ist also ein Resultat einer länderübergreifenden Zusammenarbeit.

Es hat sich gezeigt, dass Menschen in Krisensituationen vor allem auf Bekanntes und bereits Erlerntes zurückgreifen. Für eine effektive Warnung ist es deshalb sinnvoll, wenn Warnungen über bekannte und vertraute Kanäle übermittelt werden und so eine höhere Akzeptanz erfahren.

Die Einführung eines jährlichen, bundesweiten Warntags soll die Bekanntheit von Warnkanälen und so auch die Akzeptanz von Warnungen in einer aktuellen Schadenslage erhöhen.

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