Erste Planungen für die ADAC-Deutschland Rallye im August

Blick auf die Region : So könnte die Deutschland-Rallye im August laufen

Die ADAC-Rallye Deutschland, der deutsche WM-Lauf, wird 2019 vom 22. bis 25. August als zehnter von 14 WM-Läufen ausgetragen. Rund 60 Rallye-Piloten werden mit ihren Boliden im nördlichen Saarland, Baumholder und an der Mosel bei 18 Wertungsprüfungen (WP) über 330 Kilometer jagen.

Der sogenannte Shakedown, der letzte Test vor der Rallye, wird am Donnerstag, 22. August, wie im Vorjahr zwischen Wolfersweiler, Mosberg-Richweiler und Steinberg-Deckenhardt gefahren. Die Präsentation der Teams ist am Mittag im Servicepark am Bostalsee, ehe die acht Kilometer der geplanten Wertungsprüfung (WP) 1 Selbach auf dem Programm stehen. „Diese Wertungsprüfung soll live im Fernsehen übertragen werden“, berichtet Rallye-Organisations-Leiter Günter Jung.

Am Freitag, 23. August, werden die Prüfungen Mittelmosel, Stein und Wein sowie Wadern-Weiskirchen je zweimal absolviert. Samstag brausen die Piloten ebenfalls je zweimal über den Asphalt in Freisen, die Römerstraße (zwischen Mainzweiler, Urexweiler und Marpingen) sowie über die Panzerplatte in Baumholder. Nach St. Wendel – 2018 noch offizieller Start- und Zielort – werden die weltbesten Piloten diesmal beim Regrouping nur zum Parken vorbeikommen. Im vergangenen Jahr war die Kreisstadt mit den Besucherzahlen bei Showstart und Siegerehrung deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Zudem hatte der Rundkurs im Wendelinuspark zwar mehr als 10 000 Motorsportfreunde angelockt, war aber insbesondere von den Top-Fahrern als „nicht WM-tauglich“ eingestuft worden. „Diese Wertungsprüfung hat nicht viel Spaß gemacht. Fürchterlich langsam. Die wirkliche Rallye startet erst morgen“, hatte etwa Weltmeister Sebastién Ogier gemeckert. „Schrecklich. Viel zu eng. Ich hatte noch nie so eine schlechte Wertungsprüfung“, sagte der spätere Sieger des Laufes, Ott Tänak.

„Wir haben der Kritik der Fahrer und Hersteller nachgegeben“, erklärt Jung die Entscheidung, die Schleife durch den Wendelinuspark aus dem Programm zu nehmen.

Aus zweierlei Gründen wird zudem auf letztjährige Powerstage WP Bosenberg verzichtet. „Dort gibt es schützenswerte Wildkatzen, und die Strecke hätte vom Zeitplan her nicht mehr gepasst.“

Am Sonntag, 25. August, stehen noch die WP Grafschaft und die geplante Powerstage (WP 18 Selbach) mit Zieldurchfahrt zur Siegerehrung am Bostalsee an. „Bei der WP zwischen Theley und Selbach bekommen wir etwa 10 000 Besucher geregelt“, meint Detlef Thul, verantwortlich für die Zuschauerlenkung. Jung geht von einem Betrag in Höhe von mehr als 30 000 Euro an Material- und Personalkosten für eine Prüfung aus. Bislang seien laut Thul für das Rallye-Großereignis bereits 2000 Zimmer in der Region geblockt.

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