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Ergebnisse der DFB-Umfrage zur Lage des Amateurfußballs

Fußball : Fast alle wollen zurück auf den Platz

92,9 Prozent der Fußballer im Saarland möchten nach Lockdown wieder spielen.

Die Fußball-Vereine im Saarland brauchen sich offenbar keine Sorgen über einen coronabedingten Spieler-Schwund zu machen. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hervor. Im Saarland beteiligten sich 1587 Trainer, Spieler, Schiedsrichter, Eltern und Vereinsmitarbeiter daran. Sie zeigt, dass die Lust am Fußball ungebrochen ist.

92,9 Prozent der Befragten wollen nach dem Lockdown wieder Fußball spielen oder im Verein aktiv sein. 83,1 Prozent vermissen den Fußball außerordentlich. Noch mehr als das reine Spielen fehlt dabei das Gemeinschaftsgefühl. Die Auswertung ergab zudem, dass 95 Prozent der Kinder nach dem Lockdown zum Fußball zurückkehren möchten.

„Das zeigt, dass die Beliebtheit von Fußball trotz der Pandemie nicht gelitten hat. Aber wir wollen jetzt zügig mit der Landespolitik über Öffnungsszenarien für den Fußball sprechen. Ein erster Schritt dazu wurde mit den derzeitigen Lockerungen gemacht. Hier hoffen wir, dass der Trainingsbetrieb zügig anlaufen kann“, sagt der Präsident des Saarländischen Fußball-Verbandes, Heribert Ohlmann.

Denn für die Vereine wird die Situation zunehmend zur Belastung. Zwar fühlen sich mehr als 50 Prozent der Befragten eng oder sehr eng mit ihrem Verein verbunden, aber für 63 Prozent der Clubs stellt die finanzielle Situation die größte Herausforderung dar. „Es fehlen insbesondere die Einnahmen aus dem Spielbetrieb. Ich möchte mich mit dem SFV dafür einsetzen, dass die Fortsetzung der Saison in absehbarer Zeit möglich ist. Hierüber werden wir im Laufe des Monats mit den Vereinen beraten“, sagt Ohlmann.

47 Prozent der Befragten hatten sich dafür ausgesprochen, bei einem Neustart zur Not auf Zuschauer zu verzichten.