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Ergebnis Einwohnerbefragung Saarlouis: Ja zum Ausbau Lisdorfer Berg

Einwohnerbefragung in Saarlouis : Der Lisdorfer Berg wird erweitert – Saarlouis hat abgestimmt

Mit Spannung erwartet: Soeben wurde das Ergebnis der Einwohnerbefragung in Saarlouis zur Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes Lisdorfer Berg bekannt.

Nun ist es entschieden: Das Industrie- und Gewerbegebiet kann erweitert werden. Das Ergebnis der Einwohnerbefragung in Saarlouis zeigt: 8257 Stimmberechtigte haben sich für die Erweiterung ausgesprochen, 4763 dagegen. 35 Stimmen waren ungültig. Dieses Ergebnis gab die Stadt Saarlouis am Sonntag unmittelbar nach der Auszählung der Stimmzettel im Theater am Ring bekannt.

 Von 32 900 Wahlberechtigten haben 13055 ihre Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag damit erstaunlich hoch. Deshalb dauerte die Auszählung der Stimmen auch länger als erwartet. Nur im Stadtteil Neuforweiler war die Ablehnung gegen die geplante Erweiterung deutlich, alle anderen Stadtteile stimmten überwiegend mit Ja ab.

Der Lisdorfer Berg in Saarlouis gehört zu den größten Industriegebieten Südwestdeutschlands. Dort haben sich bisher 18 Unternehmen angesiedelt, etwa der Küchenhersteller Nobilia. Bis Sonntag, 18. April, um 18 Uhr durften rund 32 000 Einwohner der Stadt Saarlouis per Briefwahl abstimmen, ob das bestehende Industrie- und Gewerbegebiet um maximal 50 Hektar erweitert werden soll. Für die Einwohnerbefragung hatte sich der Stadtrat schließlich entschieden, weil sich die Streitfrage innerhalb der schwarz-gelb-grünen Koalition nicht klären ließ.

Denn die Positionen dazu waren sehr unterschiedlich: Die Stadt Saarlouis sieht in der Erweiterung „eine zentrale wirtschaftspolitische Weichenstellung für die Zukunft von Saarlouis“. Oberbürgermeister Peter Demmer (SPD), Bürgermeisterin Marion Jost (CDU) sowie die Ratsfraktionen und Stadtverbände von CDU, SPD und FDP warben gemeinsam für die Erweiterung. Wirtschaft und Gewerkschaften sprachen sich ebenfalls dafür aus. Die Grünen, eine Bürgerinitiative sowie Natur- und Umweltschützer waren dagegen. Die Linke war ebenfalls dagegen, änderte aber Anfang April kurzfristig ihre Meinung.

Das Ergebnis der Einwohnerbefragung ist rechtlich nicht bindend, allerdings hat sich der jetzige Stadtrat verpflichtet, sich an das Ergebnis zu halten.