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Er wird die jungen Leute vermissen

Er wird die jungen Leute vermissen

Auch für Schulleiter kommt der letzte Schultag. Am Technisch-Gewerblichen und Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum, TGSBBZ, in Saarlouis wurde am Dienstagmittag Gerhard Haschke offiziell verabschiedet.

Nach 38 Jahren im Schuldienst macht Gerhard Haschke Platz an der Spitze des TGSBBZ Saarlouis . Die Nachfolge sei "so weit entschieden", sagte Alexander Lembert vom Ministerium für Bildung und Kultur, der am Dienstag in einer Feierstunde die Entlassungsurkunde überreichte. Haschke habe dem TGSBBZ "seinen Stempel aufgedrückt". "Jedes Jahr rund 1500 Schülerinnen und Schüler in 80 Klassen", sagte Landrat Patrik Lauer anerkennend für den Kreis Saarlouis , der Schulträger ist. Haschke habe es geschafft, diese Zahlen über die Jahre konstant zu halten.

Dabei habe Haschke großen Einsatz gezeigt für Bildung und den Zusammenhalt der Schule. Die großen öffentlichkeitswirksamen Projekte habe es in dessen Ära nicht gegeben. Ihm sei es vielmehr um gute Rahmenbedingungen für die Schüler gegangen.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit bescheinigte Timo Hassel, Vorsitzender des örtlichen Personalrates. Dazu gehöre, dass der scheidende Schulleiter sein Wissen und seine Erfahrungen mit anderen geteilt habe. "Es ist mir immer ein Anliegen gewesen", sagte Haschke dazu, "die Arbeit so zu verteilen, dass man ersetzt werden kann."

Haschke war 2003 stellvertretender Schulleiter des TGSBBZ geworden, im Februar 2006 trat er die Nachfolge von Wolfgang Hermann als Schulleiter an. Mit nunmehr 65 Jahren wechselt er selbst in den Ruhestand . Haschke dankte allen, vom Kollegium bis zu den drei Hausmeistern. Denn "ich war das nicht allein", betonte er zu dem Erreichten. Vermissen werde er "viele von den Kolleginnen und Kollegen", gestand er. Das Schwätzchen zwischendurch, aber auch das "Gudde Moien, Scheff!"

Und "was ich sehr vermissen werde, das sind die jungen Leute". Aber nicht nur die mit Abitur lägen im am Herzen, machte Haschke deutlich. "Wir müssen wieder die Auszubildenden stärker in den Fokus rücken."