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Englische Begriffe ärgern fast alle

Englische Begriffe ärgern fast alle

Kreis Saarlouis. "Wie fremd dürfen Wörter sein?", haben wir gefragt und um Teilnahme an unserer Umfrage am Telefon und im Internet gebeten. 651 Leserinnen und Leser haben angerufen. Fast alle sind sich einig: 617 (94,8 Prozent) ärgern sich über zu viele englische Ausdrücke in der deutschen Sprache

Kreis Saarlouis. "Wie fremd dürfen Wörter sein?", haben wir gefragt und um Teilnahme an unserer Umfrage am Telefon und im Internet gebeten. 651 Leserinnen und Leser haben angerufen. Fast alle sind sich einig: 617 (94,8 Prozent) ärgern sich über zu viele englische Ausdrücke in der deutschen Sprache. 29 (4,5 Prozent) finden es in Ordnung, dass sich Englisch in unserem Sprachgebrauch einbürgern darf. Nur fünf Anrufer (0,8 Prozent) meinten, dass mit Deutsch-Tümelei gegen die Weltsprache Englisch endlich Schluss sein müsse.Wie immer ist dies kein repräsentatives Ergebnis. Und wer sich ärgert, greift womöglich eher zum Telefonhörer, als diejenigen, denen es egal ist, welche fremden Einflüsse unsere Sprache aufnimmt. Über das Alter der Anrufer können wir ebenfalls keine Angaben machen. Bedenkenswert ist das Ergebnis aber allemal. Jenes "Brainwalking", das Anlass für die Umfrage war, dürfte ja auch ein besonders hässliches Beispiel für Denglisch sein.Und was meinen die Internet-Nutzer oder auch -User? Gerade mal 29 von ihnen haben geklickt. 26 für Antwort 1, drei für Antwort 2, keiner für die dritte Antwort. In Prozenten sind das grob 90 zu zehn zu null. Beim Gespräch über diesen Teil des Ergebnisses in der Redaktion herrschte Einigkeit, dass sicherlich bei den Computer-Nutzern das Thema nicht auf den Nägeln brennt. Auf ihrem Gebiet dürfte es im 21. Jahrhundert außerdem müßig sein, Vorfahrt für deutsche Begriffe anzumahnen - im Netz ist Deutsch out, nicht en vogue oder eben nicht mehr angezeigt.