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Basketball
Eine zweite Hälfte, die Rätsel aufgibt

Edgar Schwarz versucht, sich gegen drei Lauterer zu behaupten. Zur Halbzeit führte Saarlouis klar, am Ende aber stand eine Niederlage.
Edgar Schwarz versucht, sich gegen drei Lauterer zu behaupten. Zur Halbzeit führte Saarlouis klar, am Ende aber stand eine Niederlage. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Basketballer der Saarlouis Sunkings führen gegen Kaiserslautern zur Pause mit 16 Punkten Vorsprung – und verlieren am Ende. Von David Benedyczuk

Mit drei Siegen aus drei Partien waren die Basketballer der Saarlouis Sunkings stark ins neue Jahr gestartet. Und auch am Samstag im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern schien es eine Halbzeit lang so, als würde der Regionalligist seine Erfolgsserie fortsetzen können. Mit einer komfortablen 51:35-Führung ging es in die Kabine – umso größer war der Frust, als letztlich doch noch eine klare 81:97-Schlappe auf der Anzeigetafel aufleuchtete.


„Wir hatten zur Pause eigentlich darauf hingewiesen, dass Kaiserslautern aggressiv rauskommen und nochmal alles probieren wird – und wir entsprechend dagegen halten müssen. Doch das haben wir nicht“, monierte Sunkings-Center Hari Mujkanovic die schwache Leistung nach der Halbzeit, die den Gastgebern nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage einbrachte. Mit einem Dreier gab Gäste-Akteur Gergely Hosszu sofort nach der Pause das Startsignal zur Aufholjagd. Nur zweieinhalb Minuten nach dem Ungarn nagelte Ronny Weihmann den nächsten Distanzwurf zum 51:51 durch die Saarlouiser Reuse.

Zwar legten die Sunkings noch mal einen 7:0-Zwischenspurt nach – doch das war nur ein Strohfeuer. Zwei weitere Dreier, erst vom stark aufspielenden Ex-Saarlouiser Weihmann und kurz darauf durch Hosszu, brachten Kaiserslautern beim 59:58 erstmals die Führung. „Unser Spiel war zu fehlerhaft, wir haben die Bälle zu leicht verloren und die Würfe nicht mehr getroffen. Nach der Pause waren wir einfach viel zu hektisch“, befand Mujkanovic. Richtig erklären konnte er sich den krassen Abfall dennoch nicht.



Ein Faktor waren sicherlich die anhaltenden Beschwerden bei Sunkings-Anführer Ricky Easterling. Wegen eines entzündeten Rückennervs konnte er kein reguläres Trainingspensum abspulen. Einem starken Zwischenspurt im dritten Viertel ließ der US-Amerikaner später nicht mehr viel folgen. Mit 20 Punkten war er dennoch bester Saarlouiser Schütze. Bei den Gästen punkteten neben Top-Korbjäger Weihmann (16) sechs weitere Spieler zweistellig, darunter mit Waldemar Nap (11) noch ein zweiter Ex-Saarlouiser.

Mit zwölf Siegen (bei fünf Niederlagen) bleiben die Saarlouis Sunkings Tabellenvierter, spüren aber wieder den Atem des zwei Punkte zurückliegenden TV Langen im Nacken. Am kommenden Sonntag spielt Saarlouis um 18 Uhr bei Theresianum Mainz, das mit der umgekehrten Bilanz (fünf Siege, zwölf Niederlagen) Zwölfter ist.

Die Punkte für die Saarlouis Sunkings: Ricky Easterling 20, Samme Unger 18, Alan Bedirhanoglu 17, Ivan Skrobo 11, Hari Mujkanovic 6, Edgar Schwarz 4, Jack Tisdale 3 sowie Christopher Koch 2.