Eine kleine Lernhilfe für junge Flüchtlinge

Eine kleine Lernhilfe für junge Flüchtlinge

33 junge Flüchtlinge besuchen momentan das Saarlouiser TGSBBZ. Damit sich Schüler und Lehrer besser verständigen können, ist jetzt vom Bildungsministerium eine Sprachbox mit Büchern verteilt worden.

470 junge Flüchtlinge werden im Saarland an beruflichen Schulen unterrichtet. Das Saarlouiser TGSBBZ wird derzeit von 33 Schülern besucht, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind. 16 potentielle weitere Schüler stünden noch auf der Warteliste, berichtet Schulleiterin Margret Schmitt. Seit rund zwei Monaten ist sie in ihrem neuen Amt tätig - Zeit, in der sie sich einen Überblick verschafft hat: "Es ist unser Ziel, auch diese jungen Menschen angemessen auf eine duale Ausbildung vorzubereiten."

Zehn Stunden Deutsch und den Unterricht begleitende Sprachförderer sind fester Bestandteil des wöchentlichen Lehrplans und sollen die schulische und soziale Integration möglich machen. Eine vom Bildungsministerium überreichte Sprachbox soll außerdem die Verständigung zwischen Lehrern und Schülern erleichtern. "Darin enthalten ist ein breit gefächertes Arbeitsmaterial, zum Beispiel Bildwörterbücher in unterschiedlichen Sprachen", erklärt Matthias Simmer vom Referat für berufliche Bildung. Die Absicht ist klar: Deutsch lernen, um je nach Fortschritt in den regulären Schulbetrieb zu wechseln. Temporär geschieht das bereits. In Abhängigkeit von ihrem Bildungsniveau haben die Schüler die Möglichkeit in anderen Klassen zu hospitieren, beispielsweise in der Fachoberschule oder bei den Friseurlehrlingen.

Durchlässige Schulstrukturen geben dazu Gelegenheit: Das TGSBBZ kann man mit dem qualifizierten Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur abschließen. Lehrerin Hildegard Langenfeld weiß: "Man muss ein Händchen dafür haben, die Talente auch zu erkennen."