Einblicke in die dunkle Epoche der deutschen Vergangenheit

Einblicke in die dunkle Epoche der deutschen Vergangenheit

Der Schrecken des Nationalsozialismus steht im Mittelpunkt des Vortrags, zu dem die Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis für Freitag, 13. Juni, 19 Uhr, einlädt. Hans Peter Klauck zeigt an Beispielen und Fotos das Lagersystem westlich des Rheins.

Die "Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis" lädt für Freitag, 13. Juni, um 19 Uhr zu einem kostenlosen Vortrag mit Hans Peter Klauck zu dem Thema "Nazi-Terror im Westen, Ausgrenzung -Verfolgung -Vernichtung. Das Lagersystem der Nationalsozialisten" in den Großen Sitzungssaal im Landratsamt Saarlouis ein.

Offener Terror ab 1933

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 begann der offene Terror gegen die politische Opposition. Die juristische Grundlage bildete hierfür die "Reichstagsbrandverordnung" vom 28. Februar 1933, mit der zum "Schutz von Volk und Staat" politische Gegnerinnen und Gegner des Regimes "präventiv" verhaftet und ohne Justizurteil festgehalten werden konnten. Allein im März und April 1933 wurden rund 35 000 Personen von Polizei, Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) in "Schutzhaft" genommen und waren damit staatlicher Willkür ohne jeden Rechtsbeistand ausgeliefert.

Nach der weitgehenden Ausschaltung der politischen Opposition und der Grundsatzentscheidung Adolf Hitlers für ein Fortbestehen des SS-Konzentrationslagersystems wurden die Konzentrationslager zunehmend auch zu einem Instrument der radikalisierten NS-Rassenpolitik, die im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, in gezielten Tötungen an kranken und behinderten Menschen sowie im systematischen Massenmord an der jüdischen sowie der Roma- und Sinti-Bevölkerung ihren Ausdruck fand.

Mord und Gewalt verbreitet

Mord und Gewalt nahmen auch in den Lagern mit gezielten Massentötungsaktionen eine neue Dimension an. Hans Peter Klauck zeigt an vielen Beispielen und historischen Fotos das Lagersystem westlich des Rheins.

Vorgestellt werden auch die Lager Osthofen, Hinzert, Neue Bremm in Deutschland, Natzweiler, Ban-St.-Jean, Thil, Woippy in Frankreich, Herzogenbuch und Westerbork in Holland, Fünfbrunnen in Luxemburg, Mechelen, Huy und Breendonk in Belgien. Außerdem werden die Zwangsarbeiterlager im Kreis Saarlouis dargestellt.

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