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Seniorenaufsatz: Ein Stück Lebenserfahrung humorvoll zu Papier gebracht

Seniorenaufsatz : Ein Stück Lebenserfahrung humorvoll zu Papier gebracht

Von Carolin Merkel

Mit 75 Teilnehmern und 215 eingereichten Geschichten legte die 32. Auflage der Seniorenaufsatzveranstaltung der KEB einen Rekord hin. „Im vergangenen Jahr konnten wir erstmals 50 Teilnehmer verzeichnen und dachten, das sei nicht zu überbieten“, erklärte Anne Schuler, Leiterin der KEB im Rahmen der Feierstunde. Die hat längst gute Tradition, die riesige Teilnehmerzahl brachte erstmals die Raumkapazität an ihre Grenzen. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Dafür sorgte allein schon das Thema, das den Teilnehmern ab 55 Jahren gestellt wurde. „Geschichten zum Schmunzeln“ waren gefragt – und haben bei der Jury mal mehr, mal weniger für selbiges gesorgt.

„Bei 215 Geschichten sind wir manchmal mehr ins Schwitzen, denn ins Lachen gekommen“, sagte Waltraud Berners. Sie hatte zusammen mit Margret Biewer und Anne Schuler die Juryaufgabe übernommen und die eingesandten Beiträge gesichtet, gelesen und entschieden, was davon in Druck gehen soll. Denn, auch das ist eine liebgewonnene Tradition, viele Aufsätze schaffen es in eine gedruckte Sammlung, die als Erinnerung und Anerkennung allen Teilnehmern am Ende der Feierstunde überreicht wurde.

Doch bevor die Autoren das druckfrische, 140 Seiten starke Werk mit dem lustigen, gelben Smiley in Händen halten durften, gaben die beiden Jurorinnen einen kleinen Überblick über die bearbeiteten Themen. Denn geschmunzelt, aber auch mal herzhaft gelacht, wird in vielerlei Hinsicht, im Alltag, auf Reisen, in der Kirche, mit den Enkeln.

Ein kleiner Schwerpunkt in der Aufsatzsammlung sind die Kindheitserinnerungen, bei denen manche Geschichte erst viele Jahrzehnte später ein befreiendes Lachen beim Autor hervorruft. Zu finden sind in dem Heft erfreulicherweise auch einige Mundartgeschichten. Selbst Lyriker sind unter den Teilnehmern, die kleinen Gedichte bringen hoffentlich viele Leser zum Schmunzeln. Viele der fleißigen Autoren, erzählt Schuler, sind schon seit vielen Jahren dabei und überraschen immer wieder mit ihren Geschichten zu den unterschiedlichsten Themen. Ein Blick in die Altersstatistik zeigt, dass gleich fünf Teilnehmer, darunter vier Männer, bereits über 90 Jahre alt sind.

Überaus geschickt hatten Berners und Biewer die Geschichten, die stellvertretend für die vielen Beiträge stehen sollten, für die Zuhörerschar der Feierstunde ausgewählt. Am Ende zitierten sie aus einem Beitrag eines 81 Jahre alten Herrn, der einmal das Lob „Saugud“ bekam und sich sehr darüber freute. „Und genau das sage ich Ihnen auch, wie ihr das gemacht habt mit den Schmunzelgeschichten, das war saugud“, scherzte Waltraud Berners zum Schluss. Das neue Aufsatzthema wollten die Damen noch nicht verraten, doch sie sind sich sicher, dass es auch bei der 33. Auflage wieder viele Zuschriften geben wird – und sie freuen sich darauf.