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Ein Streifzug durch den „Garten Eden“

Kunstmäzen Claus Zöllner (rechts) und der französische Maler Jean-Pierre Pophillat im Museum Haus Ludwig in Saarlouis. Fotos: Museum
Kunstmäzen Claus Zöllner (rechts) und der französische Maler Jean-Pierre Pophillat im Museum Haus Ludwig in Saarlouis. Fotos: Museum
Saarlouis. Unter der deutsch-französischen Schirmherrschaft des saarländischen LSVS Präsidenten und Fraktionsvorsitzenden der CDU, Klaus Meiser, und des französischen Generalkonsuls, Frédéric Joureau, wurde am Sonntag eine Ausstellung mit Gemälden und Zeichnungen des französischen Malers Jean-Pierre Pophillat im Atelier des Museums Haus Ludwig eröffnet. Jutta Stamm

Passend zum Frühlingsanfang macht diese Ausstellung Lust auf blühende Gärten, üppige Landschaften, herrliche, bunte Sträuße in farbigen Blumenvasen und -töpfen auf hübsch möblierten Terrassen oder Balkonen, mit Vorliebe unter der Sonne des Mittelmeers. Fast eine Verheißung. Die Einladung zum farbenfrohen Stelldichein kommt von Jean-Pierre Pophillat, dem malenden Floristen, den der Wallerfanger Kunstliebhaber Klaus Zöllner nach Saarlouis geholt hat. Der Künstler, Jahrgang 1937, ist anwesend und genießt die große Gästeschar.

Schaut man sich seine mediterranen Bilder an, die mit progressivem Pinselstrich in opulenten, glänzenden Farben komponiert sind, entstehen sogleich Assoziationen zu Matisse, Braque, Bonnard oder auch Gauguin, die Anfang des 20. Jahrhunderts einen neuen Stil, den Fauvismus, kreierten. Einflüsse dieser berühmten, französischen Künstlergarde sind spürbar - auch die von Buffet, Carzou, de Gallard und Doutreleau, mit denen Pophillat schon in jungen Jahren ausstellen darf. 1957 beginnt er sein Studium der Malerei unter Chaplin Midi im Atelier des Beaux-Arts. Bereits zwei Jahre später, gerade 22 Jahre alt, zeigt Pophillat mit Yves Brayer erstmals seine Werke im Salon d`automne. Er wird Mitglied der Jury du Salon des Beaux-Arts und der Artistes Français. Mit 27 Jahren erhält er den Preis de la Casa Velasquez in Madrid, wo er zwei Jahre lang verweilt. 1979 wird ihm der Preis de la Marine Nationale verliehen. Seine eigentliche Karriere beginnt jedoch in der zweiten Hälfte der 60er Jahre, nachdem er die Ausbildung in Angewandter Kunst an der Hochschule für bildende Künstler in Paris absolviert.

Pophillats leuchtende Ölbilder zeichnen sich vornehmlich durch Spiegelungen großer Lebensfreude mit und in der Natur aus. Er malt in schöpferischem Überschwang, schwelgt in Farben und Formen, um die Betrachter seiner Bilder am "Garten Eden" teilhaben zu lassen.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 10 bis 17 Uhr, Sonntag 14 bis 17 Uhr. Finissage: 22. März, 17 Uhr.


Die Blumengemälde von Jean-Pierre Pophillat machen Lust auf den Frühling.
Die Blumengemälde von Jean-Pierre Pophillat machen Lust auf den Frühling.