„Ein Schlaraffenland für Detailverliebte“

„Ein Schlaraffenland für Detailverliebte“

Heute auf den Tag checkten die ersten Gäste im La Maison ein. Für die New-York-Times zählt es zu den Geheimtipps in Europa, die Auslastung ist besser als erwartet. Kein Wunder, dass die Bilanz sehr positiv ausfällt.

Als Günter Wagner vor genau einem Jahr sein Hotel La Maison ohne viel Aufsehen eröffnete, war er bereits vom Erfolg des Vier-Sterne-Hauses am Prälat-Subtil-Ring überzeugt. Dass die Bilanz nach einem Jahr so gut ausfallen würde, überrascht aber selbst den Eigentümer ein wenig. "Wir haben offenbar nicht viel Fehler gemacht, es läuft besser, als wir erwartet haben," sagt Wagner, der bereits mit dem Gedanken spielt, das Hotel zu erweitern. "Es gibt Tage, an denen könnten wir 50 Zimmer mehr vermieten", weiß Hoteldirektor Alexander Reber, der den Erfolg des Hauses in Zahlen darlegt: "Derzeit haben wir eine Auslastung von 53 Prozent, bis Ende des Jahres dürften wir bei 60 Prozent liegen. Der Durchschnitt im Saarland beträgt 33 Prozent."

Karte auch auf Chinesisch

Vor allem unter der Woche ist es nicht selten schwierig, noch eines der 40 Zimmer zu bekommen, besteht das Gros der Gäste, nämlich 84 Prozent, doch aus Business-Gästen. Der schmale Rest sind Individualreisende. Aber auch die sollen künftig öfter im La Maison absteigen, wenn es nach Alexander Reber geht. "Wir werden künftig die Saarland-Card als Marketing Instrument nutzen und planen unter anderem Wochenend-Angeboten für Gäste, die im Saarland Golf spielen wollen."

Aber nackte Zahlen alleine machen noch lange nicht den Erfolg eines Hotels aus. Die Gäste müssen sich wohlfühlen. Und wenn man den Einträgen im Gästebuch glauben darf, tun sie das auch. Allerlei Prominenz aus Politik und Unterhaltung hat sich darin mit reichlich netten Worten verewigt, lobt das La Maison unter anderem als "Schlaraffenland für Detailverliebte." Das liegt in erster Linie daran, dass nichts in dem ehemaligen Saarlouiser Verwaltungsgericht von der Stange kommt, sondern fast nur Einzelstücke das Interieur bilden und das Hotel somit zu einem, nun ja, "Schlaraffenland für Detailverliebte" machen.

"Wir wollen uns natürlich abheben und unseren Gästen immer etwas Besonderes bieten. Wenn wir etwa Gäste aus China erwarten, wird die Karte ins Chinesische übersetzt", sagt Günter Wagner.

Dass auch soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ quasi als digitale Gästebücher dienen, in denen Kunden Hotels bewerten und kritisieren, weiß man auch im La Maison. "Wir werden durchweg super bewertet. 98 Prozent der Gäste sind mit uns zufrieden", sagt Hotelmanager Reber. "Wir reagieren, auch auf Plattformen wie Tripadvisor, sofort auf Bewertungen. Das ist eine tagesfüllende Aufgabe."

Die überwiegende Zahl der Gäste, 4200 Übernachtungen, kommt aus Deutschland, was wenig verwundert. Aber dass auch Gäste aus Mexico, den USA, Taiwan, Australien, Schweden, und, und, und den Weg nach Saarlouis finden, lässt einen dann schon staunen. Da mag das Feedback in der internationalen Presse sicherlich eine Rolle spielen. "Als eines von 29 Design-Hotels in Deutschland werden wir auch international beachtet. Wenn beispielsweise die New York Times uns als einen von acht Geheimtipps in Europa bezeichnet, ist das schon ungewöhnlich und macht uns natürlich glücklich", sagt Günter Wagner.

Hotelimmobilie des Jahres

Neben der New York Times haben auch Reise- und Architekturmagazine übers La Maison berichtet, demnächst erscheint eine Ausgabe der Zeitschrift Geo mit Hotel-Tipps. Mit dabei: das La Maison. Dazu passt es, dass Günter Wagner erst kürzlich darüber informiert wurde, dass sein Haus für die Auszeichnung "Hotelimmobilie des Jahres 2016" und die Architektur des La Maison für den "European Hotel Design Award 2016" nominiert wurde.

Das erfüllt den Eigentümer mit Stolz, aber auf den Lorbeeren ausruhen will er sich nicht. "Wir sind ein ganz besonderes Haus und werden auch weiterhin alles dafür tun, dass dies so bleibt", sagt Günter Wagner.

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