Ein Jahr mit Licht und Schatten

Auf der Delegiertenversammlung der IG Metall in Völklingen wurden Licht- und Schattenseiten des Jahres bilanziert. Die Bevollmächtigten gaben einen Überblick zur Situation der regionalen Firmen.

Das Jahr geht zu Ende: Zeit, Bilanz zu ziehen. Auf der letzten Delegiertenversammlung der IG-Metall-Verwaltungsstelle Völklingen in der Kulturhalle Roden zogen der Erste Bevollmächtigte Robert Hiry und der Zweite Guido Lesch eine überwiegend positive Bilanz. Zu den Schattenseiten zählten die Probleme des Schraubenherstellers Whitesell in Beckingen, wo Personalabbau drohe, sagte Lesch. Nicht befriedigend sei auch die Situation bei FLSmidth in Wadgassen. Durch Umstrukturierungen seien dort 28 Arbeitsplätze weggefallen. Besser sehe es bei Dürr in Püttlingen aus, führte Lesch aus: "Der Umsatz steigt, die Auftragsbücher sind auch für 2015 voll."

Positiv sei auch die Mitgliederentwicklung, aktuell haben mehr als 28 000 Menschen im Bereich der Verwaltungsstelle Völklingen das Mitgliedsbuch der IG Metall , sagte Hiry. Sehr froh sind die Metaller über ihr Abschneiden bei der Betriebsratswahl: Mehr als 90 Prozent der Wahlberechtigten gaben den Vertretern der IG Metall ihre Stimme.

Hiry ging ferner auf die aktuellen Tarifforderungen in der Metall- und Elektroindustrie ein. "Wir fordern die Erhöhung der Löhne und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent, einen verbesserten Tarifvertrag zum flexiblen Eintritt in die Rente sowie Festschreibung von Bildung und Qualifizierung im Tarifvertrag", sagte Hiry vor den mehr als 150 Delegierten. Die erste Tarifverhandlung ist für 16. Januar anberaumt. Zufrieden zeigte Hiry sich bei den Abschlüssen in der Stahlindustrie. Dort steigen die Löhne in zwei Schritten bis September 2015 um vier Prozent.

Kritisch bis ablehnend steht die IG Metall den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA gegenüber. Weder Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz noch Sozial- und Umweltstandards dürften gefährdet werden, "sonst bleibt es beim Nein der IG Metall ", stellte Hiry klar.