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Ein bisschen echt und ein bisschen erfunden

Ein bisschen echt und ein bisschen erfunden

Der Saarlouiser Autor Andreas H. Drescher hat zur Vorstellung seines neuen Erzählbands „Die Rückkehr meines linken Armes“ eingeladen und 100 Gäste sind gekommen – darunter auch ein alter Klassenkamerad.

 Autor Andreas H. Drescher (links) und Landrat Patrik Lauer bei der Buchvorstellung. Foto: Lara Kühn
Autor Andreas H. Drescher (links) und Landrat Patrik Lauer bei der Buchvorstellung. Foto: Lara Kühn Foto: Lara Kühn

Vor rund 100 Zuhörern hat am Dienstagabend der Saarlouiser Autor Andreas H. Drescher seinen Erzählband "Die Rückkehr meines linken Armes - Geschichten einer Gegend" im Landratsamt Saarlouis vorgestellt. Drescher dankte unter anderem Landrat Patrik Lauer dafür, dass der Landkreis die Veröffentlichung dieses Buches in das Programm zur 200-Jahr-Feier des Kreises Saarlouis aufgenommen und in diesem Rahmen gefördert habe. Lauer würdigte Drescher als anerkannten Autor. Lauer und Drescher saßen mal in derselben Klasse des Stadtgarten-Gymnasiums Saarlouis . Heute schmunzelnd erinnerte Lauer an den damals bitteren Satz "unseres Politiklehrers" an die beiden Schüler: "Da sitzen sie ja, die Terroristen von morgen." Wer Dreschers Buch gelesen hat, erkennt sofort: Das könnte der Anfang sein von einer dieser Geschichten, die der Autor erzählt. Eine Anekdote, im Gedächtnis, aber sozusagen links liegen gelassen, und nun wie mit dem linken Arm zu sich geholt. Aber nicht ganz und gar realistisch, sondern ein bisschen echt und ein bisschen "mit Erfundenem gemischt", wie Drescher sagte, "zu einem Paralleluniversum".

Mancher Mensch, jeder irgendwie in Saarlouis , bleibt da für die Leser dennoch erkennbar, wie Lauer feststellte. "Ich sehe einen mir bekannten Restaurantbesitzer."

Von bleibender Gültigkeit sicher die Erzählung "Polygonzug", in der Drescher auf den saarländischen Bergmann sehr unsentimental zurückblickt. Das Publikum quittierte die Verlesung dieser Geschichte mit kräftigem Applaus.