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Edgar Helmut Neumann aus Felsberg stellt seinen neuen Roman vor

Edgar Helmut Neumann : Alles dreht sich um die Zahl 13

Der gebürtige Saarlouiser Edgar Helmut Neumann stellt zum Tag des Buches seinen neuen Roman vor: „13, nicht 14.“

13 Jahre lang hat Edgar Helmut Neumann an seinem rund 550 Seiten starken Entwicklungsroman gearbeitet. Jetzt ist er erschienen. Neumann ist in Saarlouis geboren und in Felsberg aufgewachsen. Nach seiner Pensionierung ist der Journalist wieder nach Felsberg zurückgekehrt und hat dort die „Künstlergruppe Bisttal“ mitbegründet. Seit einigen Jahren lebt er in Saarbrücken.

Die 13 ist die Zahl, die das Leben von Axel Loesmann immer wieder beeinflusst. Der Junge, der bei den Großeltern aufwächst, ist an einem 13. zur Welt gekommen. Seine Mutter am selben Tag an einem Verkehrsunfall gestorben. Der Großvater, ein Stasioffizier, flüchtet an diesem 13., dem Tag des Berliner Mauerbaus, nach Westberlin. Der neue Nachname „Loesmann“ ist ein Anagramm des Wortes „Namenlos“.

„13, nicht 14“ ist der erste Roman von Edgar Helmut Neumann. Neumann begleitet darin seinen Protagonisten Axel Loesmann über viele Jahre hinweg auf der Suche nach dessen Identität. Immer wieder taucht im Leben Loesmanns die 13 auf, und bildet markante Punkte. Beispielsweise motiviert der Aberglaube rund um diese Zahl den Arzt und Psychologen zu einem großen Forschungsprojekt, mit dessen Hilfe er herausfinden will, inwiefern Erwartungen und sich selbst erfüllende Prophezeiungen ein Schicksal tatsächlich beeinflussen können.

Die Erstfassung von Neumanns Roman aus dem Jahr 2006 war knapp 200 Seiten stark und lag unberührt in der Schublade. Bis zum Jahr 2013. „Auch hier spielt wieder der Zufall mit der 13“, sagt der Autor. Damals hat er nämlich das Manuskript hervorgekramt, um ein Kapitel im Freundeskreis vorzulesen. „Ursprünglich wollte ich es anschließend dem Papierkorb anvertrauen.“ Dass der Roman dennoch erschienen ist, verdanke er in erster Linie seiner Frau, denn fünf neue Fassungen hat es gebraucht, bis Neumann endlich zufrieden war.

Wieviel Autobiografie steckt eigentlich in diesem Entwicklungsroman des Axel Loesmann? „Wenig“, sagt er. „Es gibt keinen Stasi-Offizier in meiner Lebensgeschichte.“ Aber immer wieder nähert er sich Eckpunkten in seinem eigenen Leben an. Dem 13. August 1961 beispielweise, dem Tag des Mauerbaus. „Wir waren als Kinder an der Mosel. Dieser Tag war prägend für uns durch die Angst der Erwachsenen vor dem Krieg. Dazu kam eine Kinderlähmungs-Epidemie, weshalb die Kreisgrenzen geschlossen wurden, sodass wir Kinder nicht nach Hause konnten.“

Prägend war für den damals 14-Jährigen die Lektüre von Hermann Hesses „Demian“. „Ich wollte immer meinen eigenen Demian schreiben“, gesteht er. Obwohl ihm jeder davon abgeraten habe, einen Bildungsroman zu schreiben: „Ich sollte ein gängiges Genre schreiben.“ Aber letztendlich sei das Buch einfach aus reiner Freude am Schreiben entstanden.

Edgar Helmut Neumann wird „13, nicht 14“ am 23. April zum Tag des Buches in Saarbrücken vorstellen, Am 19. Mai gibt’s eine Lesung im Ottweiler Schulmuseum und im August in Felsberg.
„13, nicht 14“ ist im Buchhandel unter der ISBN 978 374 815 0930 zum Preis von 15,50 Euro erhältlich oder als E-Book.