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Hilf Mit
DRK Felsberg kocht Suppe für den guten Zweck

Geschmackstest vor der Ausgabe der Erbsensuppe des DRK Felsberg-Berus (von links): Thorsten Maas, Raimund Zillgen und Heinz Schönberger
Geschmackstest vor der Ausgabe der Erbsensuppe des DRK Felsberg-Berus (von links): Thorsten Maas, Raimund Zillgen und Heinz Schönberger FOTO: Johannes Bodwing
Saarlouis. Mit voller Kelle wurden am Samstag weiße Schüsseln gefüllt. Die Tradition der Erbsensuppe in der Vorweihnachtszeit eröffnete das DRK Felsberg-Berus gegen 11.15 Uhr auf dem Großen Markt von Saarlouis. Von Johannes Bodwing

„Die Ersten waren schon um halb zehn da“, sagte Paul Schwarz, „und meinten: ,Ich hab’ meinen Topf schon dabei’.“


Doch wer zu früh kam, musste später wiederkommen. Denn die Erbsensuppe wird frisch zubereitet und braucht ihre Zeit, bis der Geschmack sich entfaltet hat. Den testeten Chefkoch Heinz Schönberger und Raimund Zillgen. Schließlich gaben sie das Okay: Ein großer Warmhalte-Behälter wurde gefüllt und von zwei Männern an die Theke geschafft. Zur Suppe teilten die Rotkreuzler Weck und Wurst aus.

Viele der Eintopfliebhaber sind Stammgäste. So gut wie jedes Jahr ist etwa Elke Lehnhof da. Aus Berus kam sie, diesmal mit einer flachen Tupperbox. „Das ist ja so lecker. Aber das gibt es auch nur einmal im Jahr.“ Andere hatten große Schüsseln dabei oder Edelstahltöpfe. Dort hinein kamen drei bis fünf Portionen gleichzeitig, für zu Hause wartende Familienmitglieder. Wer seinen Suppenhunger gleich stillen wollte, ging ins angrenzende beheizte Speisezelt. Mit 160 Sitzplätzen, auf den Tischen die obligatorische Maggi-Flasche.



Von den vier Euro für Erbsensuppe, Wurst und Weck geht ein Teil an die SZ-Aktion „Hilf-Mit!“. Die wurde am Samstag auch einige Stände weiter von den DRK-Ortsverbänden Wadgassen und Altforweiler unterstützt. Seit über 30 Jahren bieten sie Weihnachtsgebäck in Cellophantütchen an. „Wir haben immer so um die 600 Tüten“, sagte Cornelia Kloss. „Das ist für einen guten Zweck“, meinte Helga Gondrom aus Saarlouis. „Außerdem schmeckt es gut.“ Der Verkauf findet nur am ersten Adventssamstag statt, betont Kloss. „Aber wir haben Stammkunden, die sind schon vorher da und fragen: ,Verkaafen da schonn?’“ Andere Leute, ergänzte Christa Schiel, „die kaufen für 50 Euro Gebäck, das wir dann auch anliefern“. Zimtwaffeln sind unter anderen dabei, drei Sorten Spritzgebäck und Kokosmakronen. Das hält im Vorfeld 15 Helferinnen auf Trab, die backen rund zehn Stunden. Zügig gingen die Gebäcktüten weg.

Ein paar Meter weiter leerte sich ebenfalls schnell der große Suppentopf der DRK-Feldküche. Dort teilten zehn Helfer um die 300 Portionen aus. Ein älterer Mann scherzte: „Die Boll wor awwa letscht Johr greßa.“

Auch die nächsten zwei Samstage stehen Helfer des THW Saarlouis mit Feldküche an der Alten Kommandantur. Auch sie verkaufen ihre Erbsensuppe zugunsten der SZ-Hilfsaktion „Hilf-Mit!“