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Dirk Scholl wechselt in "Die Partei"

Saarlouis. Dirk Scholl, früheres Fraktionsmitglied der Linken im Stadtrat Saarlouis, ist der Partei "Die Partei" beigetreten. Das bestätigte Scholl gestern auf Anfrage. Scholl, zuletzt fraktionslos, war Ende November aus der Linken ausgetreten. Er hatte der Partei vorgeworfen, nicht glaubwürdig zu handeln

Saarlouis. Dirk Scholl, früheres Fraktionsmitglied der Linken im Stadtrat Saarlouis, ist der Partei "Die Partei" beigetreten. Das bestätigte Scholl gestern auf Anfrage. Scholl, zuletzt fraktionslos, war Ende November aus der Linken ausgetreten. Er hatte der Partei vorgeworfen, nicht glaubwürdig zu handeln. Scholl verstand sich stets als "einziger Vertreter der linken Wählerschaft in Saarlouis".


Nach seinem Eintritt in "Die Partei" erklärte er: "In jedem Falle wird sich an meiner politischen Grundeinstellung nichts ändern. Und diese Freiheit habe ich von meinen neuen Partei-Freunden erhalten. Bis zum Ende der Wahlperiode werde ich nach bestem Wissen und Gewissen die linke Wählerschaft weiter vertreten, denn es fehlt ihnen an einer Repräsentanz. Ihnen gegenüber fühle ich mich nach wie vor verpflichtet."

"Die Partei", die von sich selbst sagt, sie sei keinesweg satirisch, war im Saarland erstmals im Landtagswahlkampf mit gut gemachten satirischen Wahlspots aufgefallen. Gegenüber der SZ hatte der Vorsitzende Alexander Senzig erklärt: "Zur Saarschleife kann man nur sagen: Dieser Schandfleck in Orscholz muss von der Landkarte getilgt werden." In diesem Sinne verkündet er jetzt per Pressemitteilung zu Scholls Eintritt: "Erstmals seit Kriegsende verfügt Die Partei Saar über einen Mandatsträger westlich des Westwalls und östlich der Maginot-Linie."



Dirk Scholl, "der durch seine humorlos-antimilitaristische Haltung viele Sympathien über die Partei-, Traditionsverbands- und Heimatkundevereinsgrenzen hinweg gewonnen hat, möchte sich auch nach dieser Wahlperiode weiter für das Image der Stadt Saarlouis als künftige Weltmetropole einsetzen."

Im Saarlouiser Stadtrat sind damit jetzt acht Gruppierungen vertreten. we

Foto: Scholl