Thema bei Hauptversammlung Digitalisierung steht beim Verein für Heimatkunde Lisdorf im Zentrum

Lisdorf · Die Heimat- und Ortsgeschichte von Lisdorf künftig auch digital weiter bewahren zu können, hat sich der Verein für Heimatkunde Lisdorf auf die Fahnen geschrieben und bei seiner Hauptversammlung neben anderem in den Mittelpunkt gestellt.

 Der geschäftsführender Vorstand des Vereins (von links): Herbert Germann, Albert Bernard, Elisabeth Jacob, Georg Jungmann, Harald Weiler. Es fehlt Detlev Geyer.

Der geschäftsführender Vorstand des Vereins (von links): Herbert Germann, Albert Bernard, Elisabeth Jacob, Georg Jungmann, Harald Weiler. Es fehlt Detlev Geyer.

Foto: Georg Jungmann/Herbert Germann​ Verein für Heimatkunde Lisdorf e.V. ​ ​

So standen Vorstandswahlen und die Ernennung von Ehrenmitgliedern auf dem Plan, aber auch der Verlust der letzten Versammlungsmöglichkeiten im Ort. Daher fordert der Verein für Lisdorf „dringend ein Dorfgemeinschaftshaus“, berichten Georg Jungmann und Herbert Germann für den Verein.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vereinsvorsitzende Georg Jungmann auf die Probleme ein, die das Vereinsleben in der Corona-Pandemie mit sich brachte: Bereits komplett organisierte Veranstaltungen und Exkursionen mussten kurzfristig abgesagt werden, Versammlungen konnten, wenn überhaupt, nur online durchgeführt werden. Dennoch konnten die innere Organisation des Vereins digitalisiert, zwei Heimatblätter veröffentlicht, eine Weinprobe und ein Mundartabend durchgeführt werden.

 Ein Großteil des neuen Vorstandes des Verein für Heimatkunde Lisdorf. 

Ein Großteil des neuen Vorstandes des Verein für Heimatkunde Lisdorf. 

Foto: Georg Jungmann/Herbert Germann​ Verein für Heimatkunde Lisdorf e.V. ​ ​

Wegen der Schließung der letzten Gastwirtschaft in Lisdorf und dem damit einhergehenden Verlust von Versammlungsräumlichkeiten sei es die vordringliche Aufgabe des neuen Vorstandes, in Zusammenarbeit mit der Stadt in Lisdorf ein Dorfgemeinschaftshaus zu installieren, da ansonsten das intakte Vereinsleben des Ortes zu kollabieren drohe.

Der stellvertretende Vorsitzende Herbert Germann erläuterte die Digitalisierung des Vereins, so werden künftig die komplette Mitgliederverwaltung und die Kassengeschäfte digital vollzogen. „Auch ein digitales Archiv soll aufgebaut werden“, sagte Germann weiter. „Sowohl hard- als auch softwareseitig sind alle Voraussetzungen geschaffen worden.“

Als Ergebnis der Wahlen wurden Georg Jungmann und Herbert Germann als Vorsitzender und Stellvertreter einstimmig bestätigt. Für den bisherigen Stellvertreter Lothar Hirtz, der aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte, wurde Elisabeth Jacob einstimmig gewählt. In den geschäftsführenden Vorstand wurden einstimmig Wahl Detlef Geyer (Kassierer), Harald Weiler (Schriftführer) und Albert Bernard (Orgaleiter) gewählt.

Zu Beisitzern wurden einstimmig gewählt: Paul Morguet, Christine Hawner, Manfred Nebelung, Lydia Fiedler, Manuel Huckert, Alexia Bernard, Doris Schleich, Oliver Zimmer, Ralf Rectenwald, Rudi Germann, Werner Both, Ingo Rolle, Ulrike Schindelbeck, Roman Denis, Marco Lonsdorfer, Raimund Klein, Gudrun Jungmann, Martina Hild, Michael Rolle, Christopher Freichel, Raphael Schäfer, Andreas Kelich, Alexander Maul, Paul Kronenberger, Thomas Emanuel, Frederic Becker, Klaus Hild, Bernd Lay, Tim Flasche, Klemens Port und Gilbert Mang. Zu Kassenprüfern wurden Günter Luxenburger und Klaus Ecker gewählt. Es wurde beschlossen, allen Beisitzern in der konstituierenden Vorstandssitzung Aufgabenbereiche zu übertragen.

Auf Antrag des Ehrenvorsitzenden Heiner Groß verlieh die Versammlung den langjährigen Vorstandsmitgliedern und Mitbegründern des Vereins August Balthasar, Marianne Faust, Doris Freichel, Rudi Germann, Agnes Groß, Georg Groß, Maria Kunzler, Rudolf Lonsdorfer, Hans-Joachim Loris, Bertold Nagel, Klemens Port und Maria Scholly die Ehrenmitgliedschaft.

In den kommenden Monaten blickt der Verein auf ein facettenreiches Programm, etwa am 6. Juni auf „Petit Montmartre: Kunst am Brunnen“, am 29. Juli folgt der Vortrag „125 Kleinbahn in Lisdorf“, im Oktober und November soll es eine Mehrtagesfahrt nach Tirol, eine Weinprobe und einen Mundartnachmittag geben. Aber auch die Feierlichkeiten zum 1111-jährigen Bestehen des Ortes Lisdorf werden eine Rolle spielen, teilt der Verein mit. So sei am 5. August ein „Vazehlchesowend“, am 6. August ein Bunter Abend mit der Feier des 70-jährigen Vereinsjubiläums des LiGeKa, am 7. August ein Umzug und Kirmestreiben auf dem Schulhof sowie am 8. August ein Frühschoppen geplant.