| 20:05 Uhr

Hallenfußball
Diefflen dreht den Spieß einfach mal um

 In Püttlingen fiel im Endspiel die Entscheidung im Siebenmeterschießen: Lebach-Landsweilers Torwart Jonas Bauer, der hier versucht den Schuss von Walpershofens Lukas Terré zu parieren, war der gefeierte Held.
In Püttlingen fiel im Endspiel die Entscheidung im Siebenmeterschießen: Lebach-Landsweilers Torwart Jonas Bauer, der hier versucht den Schuss von Walpershofens Lukas Terré zu parieren, war der gefeierte Held. FOTO: Thomas Wieck
Es war das Mammut-Wochenende der Hallen-Runde. Gleich elf der 45 Turniere gingen über die Bühne. Der FV Diefflen und die SG Lebach-Landsweiler machten mit Siegen von sich reden. Lebachs Meyer zudem mit einem coolen Spruch. Von Philipp Semmler

Turnier des VfB Dillingen


Revanche geglückt! Am Mittwoch hatte der VfB Dillingen das Turnier des Lokalrivalen FV Diefflen im Finale gegen die Gastgeber gewonnen. Am Sonntag drehte Diefflen beim „Pink & Wagner-Cup“ des VfB Dillingen (49 WP) den Spieß um. In der Dillinger Sporthalle West gewann Diefflen das Endspiel gegen den gastgebenden VfB mit 4:3 nach Verlängerung. Beide Teams knackten durch den Finaleinzug die „Hundert-Punkte-Marke“ – und dürften damit beim Masters dabei sein.

Im packenden Endspiel stand es nach der regulären Spielzeit 2:2. Dann ging zunächst Dillingen mit 3:2 in Führung, ehe Fatih Günes der 3:3-Ausgleich für Diefflen gelang. Thomas Hofer sorgte dann für das entscheidende 4:3 zugunsten des FV. Nach einem langen Ball von Fabian Poß, der mit 13 Treffern Torschützenkönig wurde, drückte der Spielertrainer das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. „Für uns war es wichtig, zu zeigen, dass wir noch Finals gewinnen können“, freute sich der Siegtorschütze. Zuvor hatte Diefflen diesen Winter bei vier Endspielteilnahmen drei Mal den Kürzeren gezogen. „Dieses Mal hatten wir halt mal das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite“, sagte Hofer und strahlte.



Vor dem Finale hatte sich Landesligist SV Gersweiler im Spiel um Platz drei mit 2:1 gegen die SG Körprich-Bilsdorf (ebenfalls Landesliga) durchgesetzt.

 

Turnier der SF Hostenbach:

„Vielstarter“ FC Rastpfuhl (spielt elf Qualifikationsturniere) ist durch einen Sieg beim „Meine-VVB-Cup“ der Sportfreunde Hostenbach (43 WP) auf Rang sieben der Masters-Wertung vorgerückt. In der Glückauf-Halle Hostenbach bezwang der Saarlandligist im Endspiel am Sonntag den Ligakonkurrenten Halberg Brebach mit 7:6 nach Siebenmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 4:4 gestanden, danach gab es direkt ein Siebenmeterschießen. Nico Culum verwandelte den entscheidenden Strafstoß für den FC.

„Wir haben damit endlich unseren Brebach-Fluch abgelegt“, erklärte Rastpfuhls Spielertrainer Christian Puff lachend. Zuvor hatte seine Elf nämlich gleich drei Mal in Endrunden gegen den SC den Kürzeren gezogen. „Der Turniersieg war natürlich auch unheimlich wichtig für die Masters-Qualifikation“, ergänzte Puff. „Was da im Moment abgeht, ist ja Wahnsinn. Wenn es so weitergeht, braucht man auf jeden Fall hundert Punkte, um dabei zu sein.“

Aktuell hat sein Team 82,25 Zähler. Weitere Punkte kann der Saarlandligist noch beim am Donnerstag beginnenden Turnier der AG Saarbrücker Vereine sowie bei den Veranstaltungen des 1. FC Riegelsberg und der SSV Pachten sammeln.

Ähnlich spannend wie im Finale ging es in Hostenbach im Spiel um Platz drei zu: Dieses gewann Röchling Völklingen II (Bezirksliga) im Siebenmeterschießen (5:4) gegen Landesligist SV Karlsbrunn. Der 1. FC Saarbrücken II (Kreisliga) war zuvor im Viertelfinale mit 0:4 an Karlsbrunn gescheitert. Auch für Gastgeber SF Hostenbach (Landesliga) kam das Aus in der Runde der letzten Acht. Hostenbach unterlag Rastpfuhl knapp mit 4:5 nach Verlängerung.

 

Turnier des SV Felsberg:

Die dritte Mannschaft von Saarlandligist FV Schwalbach (Kreisliga) hat den Shell-Station-Reiter-Cup des SV Felsberg (31 WP) gewonnen. Im Finale setzte sich Schwalbach in der Überherrner Adolf-Collet-Halle mit 5:1 gegen den FC Rastpfuhl II (ebenfalls Kreisliga) durch. Dritter wurde der FV Diefflen II (Bezirksliga). Er bezwang im Spiel um Platz drei die Reserve des Ligakonkurrenten SV Wallerfangen mit 6:3.

Die eigentlichen Turnierfavoriten hatten sich im Viertelfinale verabschiedet: Saarlandligist und Titelverteidiger SG Rehlingen-Fremersdorf scheiterte an Rastpfuhl II (3:4). Verbandsligist Überherrn zog gegen Diefflen II mit 4:9 den Kürzeren. Landesligist SV Friedrichweiler unterlag Wallerfangen II mit 0:4.

 

Turnier des SV Limbach/Dorf:

Saarlandligist VfL Primstal hat am Freitag beim Risch-Cup des SV Limbach/Dorf in der Schmelzer Primshalle (38 WP) wichtige Zähler gesammelt, um weiter im Masters-Rennen zu bleiben. Der VfL setzte sich im Finale gegen Hellas Bildstock (Verbandsliga) klar durch. Patrick Backes traf doppelt, die weiteren Treffer zum 5:1-Erfolg steuerten Pascal Limke, Jonas Breil und Karsten Rauber bei.

„Wir sind zunächst nicht so gut ins Turnier gekommen, aber im Halbfinale und im Finale hat jeder eine Schippe draufgelegt – und da haben wir das überragend gemacht“, freute sich Doppel-Torschütze Backes. Während Primstal feierte, gab es bei Bildstock lange Gesichter. „Bei uns ist die Enttäuschung groß. Aber wir hoffen weiter auf die Qualifikation. Trotz der Niederlage“, sagte Hellas-Trainer Michael Alff.

Deutlich enger als im Finale ging es in den Halbfinalen zu: Dort besiegte Primstal den Verbandsligisten SV Losheim erst im Siebenmeterschießen (3:2). Bildstock setzte sich in der Verlängerung mit 6:2 gegen Gastgeber FSG Schmelz-Limbach durch. Losheim gewann danach die Partie um Platz drei gegen die FSG mit 5:0.

„Fürs Masters war Rang drei etwas zu wenig, es war halt blöd, dass wir das Siebenmeterschießen verloren haben“, ärgerte sich Losheims „Aushilfstorwart“ Christian Hellriegel. Der Schlussmann, der genau wie Primstals Backes früher für Gastgeber Limbach-Dorf spielte, trainiert seit dieser Saison beim Verbandsligisten mit und vertrat in der Primshalle Stammtorwart Timo Straßel.

 

Turnier des VfB Theley:

Nur zwei Tage nach dem Turnier-Erfolg in Schmelz durfte der VfL Primstal erneut jubeln. Torwart Simon Holz war der Held seines Teams beim 33. Hallenturnier des VfB Theley (54 WP). Der Primstaler Schlussmann parierte im Endspiel gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach im Siebenmeterschießen zwei Strafstöße. So sicherte Holz seinem Team den 7:6-Erfolg. Nach der regulären Spielzeit hatte es im Endspiel 1:1, nach der Verlängerung 2:2 gestanden.

Zuvor hatte Ex-Nationalspieler Philipp Wollscheid Verbandsligist FC Noswendel Wadern mit drei Treffern beim 5:4 im „kleinen Finale“ gegen den FV Eppelborn Rang drei gesichert. Beim Turnier, das insgesamt 700 Zuschauer sahen, waren Saarlandligist SV Saar 05 Saarbrücken und Verbandsligist SV Hasborn in der Vorrunde gescheitert.

 

Turnier der Spvgg. Merzig:

Saarlandligist SV Mettlach hat am Sonntag seinen ersten Turniersieg in diesem Winter gefeiert. Beim City-Cup der Spvgg. Merzig (40 WP) in der Thielsparkhalle Merzig bezwang das Team den Verbandsligisten FC Brotdorf im Endspiel klar mit 4:0.

Zuvor hatte Mettlach im Halbfinale den Masters-Ambitionen des SV Losheim (Verbandsliga) einen herben Dämpfer verpasst. Der Saarlandligist setzte sich gegen das Team von Trainer Nico Lalla mit 3:1 durch. Losheim verlor danach auch das Spiel um Platz drei gegen den SV Schwemlingen-Ballern (Bezirksliga) – mit 3:5. Als Neunter der Wertungs-Tabelle muss Losheim bei seinen beiden letzten Turnierteilnahmen (Mettlach und Wahlen-Niederlosheim) optimal punkten, um noch eine Chance auf die Teilnahme am Masters zu haben.

 

Turnier des TuS Hirstein/SV Furschweiler:

Dank Final-Treffern von Idris Lataev, Arian Sänger und Philipp Morsch hat Verbandsligist SG Bostalsee den Kreispokal der Unsere Volksbank St. Wendeler Land (24 WP) gewonnen. In der Namborner Liebenburghalle setzte sich die SG im Endspiel gegen Landesligist VfL Primstal II mit 3:0 durch. Der SV Furschweiler (Kreisliga) wurde durch einen 5:4-Erfolg gegen Bezirksligist SV Baltersweiler Dritter.

 

Turnier der AG Püttlinger Vereine:

Verbandsliga-Tabellenführer SG Lebach-Landsweiler hatte am Sonntag im Trimm-Treff Püttlingen die besten Nerven. Beim mit 37 Wertungspunkten dotierten Turnier der Arbeitsgemeinschaft Püttlinger Fußballvereine setzte sich die SG im Endspiel gegen Landesligist SV Walpershofen mit 9:8 nach Siebenmeterschießen durch (3:3 nach Verlängerung). Für den Masters-Teilnehmer der vergangenen drei Jahre, der dieses Mal die Qualifikation verpassen wird, war es der erste Turniererfolg in diesem Winter. „Im Siebenmeterschießen zu gewinnen war glücklich, aber ich finde, es war verdient, weil wir im Endspiel die besseren Chancen hatten“, erklärte SG-Stürmer Jens Meyer. „Für ein vergoldetes 1200 Euro-Rib-Eye-Steak hat das Preisgeld nicht gereicht, aber wir haben uns danach noch mit einem Essen für den Sieg belohnt“, ergänzte der Offensiv-Akteur lachend.

Rang drei ging im Duell zweier Gastgeber-Vereine an den SV Ritterstraße. Der Verbandsligist gewann das „kleine Finale“ gegen Landesligist FV Püttlingen mit 5:1. Masters-Champion SV Röchling Völklingen trat nicht an. Grund könnte eine Termin-Kollision mit den Turnieren des SV Saar 05 und der SF Hostenbach gewesen sein. Dort spielte Röchling ebenfalls.

 

Turnier des SV Saar 05 Saarbrücken:

Halberg Brebach hat am Samstag mit einem Sieg beim Sparda-Bank-Cup des SV Saar 05 Saarbrücken (72 WP) in der Joachim-Deckarm-Halle so gut wie sicher das Masters-Ticket gelöst. Im Endspiel bezwang das Team im Duell zweier Saarlandligisten die Gastgeber mit 4:1. Auch der FC Rastpfuhl sammelte wichtige Masters-Zähler. Rastpfuhl setzte sich im „kleinen Finale“ mit 5:1 gegen die von vielen Fans unterstützte zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken (Kreisliga) durch.

Der mit dem Saarlandliga-Team angetretene Regionalligist SV Elversberg scheiterte im Viertelfinale an Saar 05 (2:7). Auch für Masters-Anwärter SV Auersmacher und den Masters-Champion Völklingen kam das Aus in der Runde der letzten Acht. Auersmacher unterlag Rastpfuhl mit 4:5, Röchling zog gegen Brebach mit 0:4 den Kürzeren. Durch die kurzfristige Absage von Saarlandligist Borussia Neunkirchen reduzierte sich die Wertigkeit des Turniers von 74 auf 72 Punkte.

 

Turnier der SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden:

Dem SV Göttelborn ist beim „Alte Leipziger-Cup“ der SG Schiffweiler/Landsweiler (32 WP) die bislang größte Überraschung der Hallenrunde gelungen. In der Schiffweiler Mühlbachhalle holte sich der Kreisligist sensationell den Turniersieg. Im Finale gegen Saarlandligist Spvgg. Quierschied brachte Nico Noß den Außenseiter früh mit 1:0 in Führung. Jan Groß erhöhte auf 2:0. Für Quierschied reichte es danach nur noch zum 1:2-Anschluss durch Fabian Gessner. Auf dem Weg ins Endspiel hatte Göttelborn im Viertelfinale bereits den gastgebenden Landesligisten ausgeschaltet (3:2). Rang drei in Schiffweiler ging an Verbandsligist SV Merchweiler durch einen 3:1-Sieg gegen Kreisligist SV Hellas Bildstock II.

 

Turnier des SV Rohrbach:

Die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim hat den zweiten Turniersieg binnen kurzer Zeit gefeiert. Nachdem das Team von Trainer Peter Rubeck am 28. Dezember das Turnier des SV Reiskirchen gewann, siegte der Verbandsligist jetzt auch beim Bickar&Wagner-Cup des SV Rohrbach (50 WP). In der St. Ingberter Ingobertushalle setzte sich Ballweiler in einem packenden Endspiel mit 5:3 nach Verlängerung gegen Ligakonkurrent SV Hellas Bildstock durch.

Die Hellas hatte zuvor auf dem Weg ins Endspiel zwei direkte Konkurrenten im Kampf um die Masters-Qualifikation aus dem Weg geräumt: Im Viertelfinale siegte Bildstock mit 5:2 nach Verlängerung gegen Saarlandligist SF Köllerbach. Im Halbfinale bezwang die Hellas den gastgebenden Saarlandligisten mit 5:3. Rohrbach konnte sich danach durch ein 4:1 gegen Bliesmengen-Bolchen immerhin noch Rang drei sichern.

 Jungs, so wird’s gemacht: Ausgerechnet Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer gelang im Finale gegen Gastgeber VfB Dillingen der entscheidende Treffer zum 4:3-Sieg. Da konnte auch Torjäger Chris Haase (r.) nur staunen.
Jungs, so wird’s gemacht: Ausgerechnet Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer gelang im Finale gegen Gastgeber VfB Dillingen der entscheidende Treffer zum 4:3-Sieg. Da konnte auch Torjäger Chris Haase (r.) nur staunen. FOTO: Ruppenthal