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Die Züge ziehen um - Eisenbahnfreunde haben neue Unterkunft

Die Züge ziehen um - Eisenbahnfreunde haben neue Unterkunft

Dillingen. Die Eisenbahnfreunde Dillingen haben Glück: Kurz bevor ihre Halle abgerissen wird, haben sie eine neue Unterkunft gefunden. Auf den Artikel der Wochenendausgabe der Saarbrücker Zeitung hin hat sich die Besitzerin der Tennishallen in Diefflen bei der Stadt Dillingen gemeldet und dem Verein einen Teil der Halle angeboten

Dillingen. Die Eisenbahnfreunde Dillingen haben Glück: Kurz bevor ihre Halle abgerissen wird, haben sie eine neue Unterkunft gefunden. Auf den Artikel der Wochenendausgabe der Saarbrücker Zeitung hin hat sich die Besitzerin der Tennishallen in Diefflen bei der Stadt Dillingen gemeldet und dem Verein einen Teil der Halle angeboten. Laut dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Kiefer soll die leere Halle den Eisenbahnfreunden und ihren Modellanlagen vorübergehend Platz bieten. Am Samstag ziehen sie um.Die bisherige Halle des Vereines wird nur zwei Tage später abgerissen. Ein Jahr lang hatten Stadt und Verein vergeblich nach einer neuen Unterkunft gesucht. Bei einem Treffen im Rathaus am vergangenen Montag sollte die Zukunft des Vereines besprochen werden. "Hätte sich die Besitzerin der Tennishallen nicht gemeldet, hätte die Stadt wohl keinen Vorschlag gehabt", glaubt Kiefer.

"Es hat sich eine Lösung gefunden, mit der beide Seiten leben können, und eine dauerhafte Lösung ist in Arbeit", sagt Gertrud Schmidt, Sprecherin der Stadt Dillingen. Weiter wollte die Stadt sich zunächst nicht äußern.

100 Quadratmeter der Hallen in Diefflen dürfen die Eisenbahnfreunde zum Bauen nutzen, sagt Kiefer, die Miete spendiert die Stadt. "Herr Berg ist uns sehr entgegen gekommen. Das Treffen war ergebnisreich", sagt Kiefer.

Mit Akten und Fotografien war der Vereinsvorstand in das Treffen mit Bürgermeister Franz-Josef Berg und einem Vertreter des Bauamtes gegangen. Und die Vorbereitungen haben sich gelohnt, sagt Kiefer. "Herr Berg hat aktuelle Fotos aus unserem Clubheim gesehen und wusste offenbar gar nicht, wie es dort aussieht, seit die Renovierungsarbeiten der Stadt vor frei Jahren eingestellt wurden." Teile des Gebäudes sind noch immer von den Einbrüchen im Jahr 2007 zerstört.

Fotos hatten die Eisenbahnfreunde auch von alten Bauplänen der Stadt. Mit diesen haben sie belegen können, so Kiefer, dass vor Jahren geplant war, dass dem Verein neben seinem Clubheim auf dem Lokschuppengelände noch eine Halle zum Bauen errichtet wird. Beim Treffen am Montag habe der Vereinsvorstand die Stadt mit ihrem ursprünglichen Bauvorhaben für das Lokschuppengelände konfrontiert. "Herr Berg sagte, die Stadt werde das prüfen und die Kosten ausrechnen", sagt Kiefer. "Er hat eingesehen, dass Eisenbahnfreunde neben die Eisenbahn gehören und versprochen, er lässt uns nicht im Stich." kj