Die VSG meldet sich zurück

Die VSG Saarlouis meldet sich auf der überregionalen Volleyball-Bühne zurück – und das gleich doppelt: Der Verein schickt eine Frauen- und eine Männer-Mannschaft in den Oberligen an die Netze.

Die fetten Jahre der Volleyball-Spielgemeinschaft (VSG) Saarlouis sind Geschichte. Längst vorbei sind die goldenen Zeiten, als der VSG-Trägerverein TV Hülzweiler in den siebziger Jahren mit seinen Männern und später auch mit den Frauen in der 2. Bundesliga und im Pokal gegen die deutsche Elite kämpfte. Es folgte der tiefe Fall in die sportliche Bedeutungslosigkeit und eine längere Durststrecke. Jetzt meldet sich die frühere saarländische Volleyball-Hochburg zurück. Wie es scheint, plant das von vielen bereits totgesagte Kollektiv aus TV Hülzweiler, TV Fraulautern und TuS Ensdorf eine Rückkehr - mit einem Angriff an zwei Fronten.

"Die Frauen und Männer haben sich auf die größere Volleyball-Bühne zurückgeschmettert. Unsere ersten Mannschaften gehen künftig in den Oberligen Rheinland-Pfalz/Saar ans Netz", erklärt Hubert Lambert. Er warnt aber vor zu viel Euphorie. "Die Talente haben endlich wieder die Chance, überregional Volleyball zu spielen. Eine große Chance, aber wir sollten den Ball dennoch flach halten", erklärt der VSG-Vorsitzende.

Den Aufstieg der Männer hatte die mit Regionalliga-erfahrenen Routiniers gespickte "zweite Welle" um Trainer Frank Niesen mit ihrer Verbandsliga-Meisterschaft klar gemacht. Etwas verjüngt und mit Neu-Trainer Max Maurer wird sich die VSG-Mannschaft mit Clubs aus Mainz oder Lahnstein um Punkte streiten. "Der Oberliga-Kader formiert sich aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft und Neuzugängen. Ziel ist der Klassenverbleib", sagt Maurer.

Erst Wochen nach dem Saisonende erfuhr der Verein, dass auch die Damen den Sprung in die höhere Spielklasse geschafft haben. Möglich wurde dies, weil der TV Saarwellingen sein Oberliga-Ensemble zurückzog und für den Verbandsliga-Zweiten ein Platz frei wurde. "Es freut mich für die Mädels. Trainer Gilbert Pohl hat eine tolle Truppe geformt, die großen Mannschaftsgeist zeigt und sich den Aufstieg echt verdient hat", sagt Lambert.

Neben der sportlichen Herausforderung kommen auf die VSG Saarlouis höhere Schiedsrichter- und Fahrtkosten zu. Der Mehraufwand hält sich aber in Grenzen. "Wir stehen finanziell stabil da und können das stemmen", sichert Lambert von Vereinsseite Unterstützung zu. Der frühere Zweitliga-Spieler und Max Maurer erinnern sich übrigens nur an ein Jahr in der Vereinsgeschichte, in dem Frauen und Männer gleichzeitig überregional spielten. Ab dem kommenden September ist es nun wieder soweit. "Wir müssen uns jetzt mit den Trainern zusammensetzen und versuchen, zwei starke Mannschaften zu basteln, die auch überregional wieder eine gute Rolle spielen können. Der Anfang ist gemacht", sagt Lambert und blickt optimistisch nach vorn.

vsg-saarlouis.de