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Jazzdance
Die Serientäter planen den nächsten Coup

Der große Favorit: Die Saarlouiser Formation „Autres Choses“ peilt bei den deutschen Meisterschaften im Jazz- und Moderndance an diesem Samstag in Hamburg den 15. Titel an.
Der große Favorit: Die Saarlouiser Formation „Autres Choses“ peilt bei den deutschen Meisterschaften im Jazz- und Moderndance an diesem Samstag in Hamburg den 15. Titel an. FOTO: Oliver Morguet
Kreis Saarlouis. Gleich vier Mannschaften aus dem Kreis gehen am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften im Jazz- und Moderndance in der Hamburger CU-Arena an den Start – mit unterschiedlichen Vorzeichen. Von Oliver Morguet

Die Seriensieger „Autres Choses“ vom Tanzsportclub Blau-Gold Saarlouis haben sich mit dem souveränen Sieg in der ersten Jazzdance-Bundesliga in die Favoritenrolle für die deutschen Meisterschaften der Aktiven katapultiert: Vier Siege in vier Turnieren, davon die letzten drei ausnahmslos mit Bestnoten, stehen für die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Lauck und Choreograph Sebastian Spahn zu Buche.


„Wir haben das letzte Bundesligaturnier in Großostheim Anfang Juni als Generalprobe für die DM-Besetzung genutzt“, berichtet Lauck im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. „Im Schussteil des Stückes haben wir noch kleinere Änderungen vorgenommen, um es für den Blick von weitem, so wie das Wertungsgericht ihn auch bei der DM haben wird, zu perfektionieren.“ In den Wochen vor der DM ging es außerdem darum, die Fitness zu erhalten und die Form zu bewahren.

Während für Autres Choses alles andere als der 15. Titel eine Enttäuschung wäre, geht es für „Performance“ um den Klassenverbleib. Mit dem Erreichen des großen Finales des besten Sieben in Großostheim hat sich das Team in der Tabelle Platz acht gesichert. Der berechtigt zur Relegation, die bei der DM in Hamburg ausgetanzt wird. Performance muss sich dabei gegen „Fearless“ aus Wolfsburg als Bundesliga-Siebtem sowie die Zweit- und Drittplatzierten der beiden zweiten Ligen behaupten.



„Das junge Team hat sich in der Saison gut entwickelt und hätte es verdient, erstklassig zu bleiben“, findet Lauck. „Das wird bei der DM allerdings eine Lotterie, die so oder so aufgehen kann.“ Seit Jahren kämpft Performance gegen das Image an, nur die zweite Mannschaft des Vereins hinter Autres Choses zu sein und nicht als eigenständige Mannschaft angesehen zu werden.

So unterschiedlich wie bei den Aktiven ist auch die Ausgangssituation für die beiden Teams aus dem Kreis Saarlouis am Sonntag bei der DM der Jugend. Auf der einen Seite die Saarlouiser Formation „l’équipe“, seit 2013 ununterbrochen Titelträger, auf der anderen Seite „Pachenga“ vom TV Schwalbach, die völlig überraschend bei der süddeutschen Meisterschaft in Mannheim als Sechste noch auf den DM-Zug aufgesprungen waren.

Nach Platz zwei bei der süddeutschen Meisterschaft, wo l’équipe in einer hauchdünnen Drei-zu zwei-Entscheidung Mannheim unterlag, hat Andreas Lauck das Training kräftig intensiviert: „Wir haben in vier bis fünf Einheiten pro Woche das Stück von zwölf auf zehn Tänzerinnen umgestellt. Ziel ist die Gruppe homogener zu präsentieren“, berichtet der erfahrene Trainer: „Wir haben viel bewegt, und die Gruppe wirkt jetzt deutlich geschlossener. Zudem habe wir enorm am Kraft und Kondition gearbeitet.“

Für Pachenga ist die DM ein zusätzliches Bonbon: „Eigentlich hatten wir uns zum Ziel gesetzt, uns mit Platz drei in der Jugendverbandsliga Saar-Pfalz für die süddeutsche Meisterschaft zu qualifizieren, was ja auch geklappt hat. Dass wir aber dort mit Platz sechs die Teilnahme an der DM schaffen, damit hat niemand gerechnet“, erzählt Trainerin Laura Marie Heckmann.

Das gute Abschneiden habe bei der Mannschaft für einen Motivationsschub gesorgt. „Den haben wir genutzt, die Trainingspause nach der Saison nach hinten verschoben und vor allem an der Präzision der Bewegungen und den Hebefiguren gearbeitet. Jetzt freuen sich alle riesig auf Hamburg und darauf, das Stück dort noch einmal in ausgereifter Form zu präsentieren.“