1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarlouis

„Die nächsten Jahre gehören den Aktien“

„Die nächsten Jahre gehören den Aktien“

Die Weltwirtschaft und die der Region standen beim jüngsten Business-Frühstück der Kreissparkasse Saarlouis im Mittelpunkt. Aber auch die Cyberkriminalität war ein Thema – inklusive eines Live-Hackings.

Nimmt man das zwar geringe, aber kontinuierliche Wachstum der Weltwirtschaft sowie die anhaltend niedrigen Zinsen als Basis, "gehören die nächsten zwei, drei Jahrzehnte den Aktien ", sagte Holger Bahr, Leiter des Bereichs Volkswirtschaft der DekaBank in Frankfurt, kürzlich beim Business-Frühstück der Kreissparkasse Saarlouis . Insbesondere die DAX-Unternehmen seien in guter Gewinnerwartung, weshalb es sich längerfristig lohne, hier zu investieren. Ob er derzeit VW kaufen würde? "Ich kann nur Fonds", antwortete der Finanz-Experte diplomatisch und hatte die Lacher auf seiner Seite.

"Dieser Tag hat bereits Tradition", sagte Vorstandsmitglied Stephan Eisenbart bei der Begrüßung der Gäste des Business-Frühstücks, bei dem der Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Region nicht fehlen durfte. Eisenbarts Urteil: positiv. Gemessen an den Darlehen und Krediten der KSK an Unternehmen wie Private werde die Investitionstätigkeit im Kreis voraussichtlich das Niveau des Vorjahres erreichen.

Wie einfach es sein kann, sich in fremde Computer, Smartphones oder ganze Netzwerke einzuschleichen, zeigte der IT-Sicherheitsexperte Götz Schartner aus Neustadt in seinem Live-Hacking-Vortrag. Als Chef des Beratungsunternehmens 8com ist Schartner stets auf der Suche nach Trends und Tendenzen der Cyber-Kriminalität. Dass Cyber-Angriffe großen wirtschaftlichen Schaden auch in Unternehmen anrichten können, ist weithin bekannt. Aber die Erkenntnis, wie intensiv und mit welcher Energie das Web heute von einer bestausgestatteten kriminellen Branche nach Sicherheitslücken durchpflügt wird, machte viele der Zuhörer nachdenklich.

Die Delikte reichen vom simplen Betrug am Einzelnen - etwa durch "Identitätsdiebstahl" - bis hin zur breit angelegten professionellen Erpressung von Unternehmen, sagte Schartner. Umso wichtiger sei es, seine Daten richtig zu schützen.