Die besten Wünsche fürs neue Jahr

Die besten Wünsche fürs neue Jahr

Gesundheit und Frieden stehen bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste fürs neue Jahr. Einige betonten aber, dass es mit Wünschen alleine nicht getan ist. Man muss sich auch dafür engagieren.

"Gudden Rutsch", war am Samstag der wohl am häufigsten geäußerte Gruß auf Straßen und Plätzen im Kreis Saarlouis . Dazu kamen bei knackigen drei Grad Celsius unter Null in Saarlouis persönliche Wünsche fürs neue Jahr.

"Und ein gutes Bienenjahr", wünschte sich Familie Zöllner aus Wadgassen. Die sorgen nicht nur auf dem Bauernmarkt für süße Honigprodukte. "Bei der Akazienblüte war es zu trocken", sagte Matthias Zöllner. "Ansonsten auch zu nass und zu lange kalt." Maria, seine Mutter, ergänzte: "Wenn das Jahr gut ist für die Bienen, ist das auch gut für die Ernte." "Wir haben keine großen Wünsche", meinten Rudi und Martina Felten vom Steinrausch in der am Samstagvormittag erstaunlich leeren City. "Bloß Gesundheit und Frieden".

Und da müsse man dran bleiben, betonten sie. Wolle das jemand ernsthaft, "dann muss man es anpacken und notfalls das Leben umkrempeln". Sie beide haben das gemacht. Vor zwei Jahren zogen sie von einem Dorf weg und nach Saarlouis . Auch weil hier die Versorgung besser sei. Damit habe sich einiges an ihren Lebensbedingungen verbessert. "Hätten wir das nur schon zehn Jahre früher gemacht", sagte Rudi Felten. Er selbst sei viel zu Fuß unterwegs, um die 60 Kilometer die Woche. "Der Gesundheit zuliebe."

"Dass halt hoffentlich nicht mehr so viel passiert", wünschte sich Barbara Delettre aus Saarlouis . Was in 2016 gelaufen sei, "das ist jetzt mal genug".

Aber auch Gesundheit sei wichtig, wandte sich Delettre an ihren jugendlichen Sohn. "Als ich so alt war wie du, habe ich das auch noch nicht so ernst genommen. Aber je älter man wird, um so mehr merkt man, welche Rolle das spielt."

Neben guter Gesundheit hoffte ein junger Mann aus Dillingen auch auf eine Reise nach Kenia. "Zu den Schwiegereltern", sagte er am Kinderwagen mit seinem sechsmonatigen Sohn darin. "Vor allem geht es um Frieden", betonte der Saarlousier Künstler Mike Mathes auf dem Großen Markt. "Und um die Vielfalt des Lebens." Das komme jedoch nicht von selbst, dafür müsse man sich engagieren. Er tue das mit seiner Friedenskunst. "Ohne Malen wäre ich wohl nicht mehr am Leben."

Notfalls muss man sein Leben umkrempeln, sagte Rudi Felten.
Ein gutes Bienenjahr, aber auch Gesundheit, das erhoffen sich für 2017 (v.l.) Maria, Matthias und Uta Zöllner. Fotos: Johannes A. Bodwing.

Jeder habe eigene Potenziale, die er einbringen könne. "Aber lasst euch nicht von anderen abwerten, bei dem was ihr macht", riet Mathes. Denn gerade um Frieden real werden zu lassen, sei es wichtig, "diese Ohmacht aufzubrechen", die uns blockiere.

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