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Der Zeitpunkt konnte nicht besser sein

Der Zeitpunkt konnte nicht besser sein

Bundesumweltminister Peter Altmaier war zu Gast beim Wirtschaftsforum der Kreissparkasse Saarlouis. Dabei sprach er unter anderem über die Koalitionsverhandlungen und die Energiewende.

Gut erholt von den Strapazen der Berliner Koalitionsverhandlungen zeigte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier beim traditionellen Wirtschaftsforum der Kreissparkasse Saarlouis. Das Timing konnte nicht besser sein: Wenige Tage nach der öffentlichen Präsentation des schwarz-roten Koalitionsvertrags war es für die über 500 geladenen Gäste höchst interessant, aus dem Mund des gebürtigen Ensdorfers und jetzigem Siersburgers mehr darüber zu erfahren, wie es in Berlin gelaufen ist und was die Bürger von der geplanten neuen Bundesregierung zu erwarten haben.

Gut eineinhalb Stunden nahm Altmaier sich Zeit, den Verlauf und das Ergebnis der Verhandlungen aus seiner Sicht zu beleuchten und auf die Fragen der Zuhörer einzugehen. Die Atmosphäre bei den Gesprächen sei gut und von Vertrauen geprägt gewesen, berichtete der CDU-Politiker, obgleich "nicht jeder, der da verhandelt hat, in gleicher Weise kuschelig ist".

Den wesentlichen Impuls zur Anbahnung des schwarz-roten Bündnisses hätten die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat gegeben. Demnach schien es nur mit der SPD möglich, so Altmaier, die nächsten vier Regierungsjahre "so zu strukturieren, dass die Menschen das Vertrauen haben, das es gut läuft". Kompromisse seien dabei unausweichlich gewesen.

"Energiewende: Ausdrücklich ja. Aber sie muss für die Bürger bezahlbar bleiben", lenkte Altmaier nach Darstellung der wichtigsten Vertragsinhalte schließlich den Blick auf das für ihn größte Anliegen seiner Amtszeit, die Strompreisbremse. Der KSK-Vorstandsvorsitzende Horst Herrmann hatte das Thema in seiner Begrüßung bereits angeschnitten und darauf hingewiesen, dass im Landkreis Saarlouis eine ganze Reihe energie- und arbeitsplatzintensiver Betriebe auf bezahlbare Energiekosten angewiesen seien.

Begründete Interessen seien selbstverständlich zu beachten, so Altmaier. "Aber ich möchte auch nicht, dass der Strom so teuer wird, dass etwa die Rentnerin in Roden schon nachmittags ihren Fernseher abschalten muss, bevor bei Sturm der Liebe der erste Kuss fällt".