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Der „Stern des Südens“ leuchtet wieder

Der „Stern des Südens“ leuchtet wieder

Der FV Stella Sud Saarlouis ist bislang die positive Überraschung in der Fußball-Bezirksliga Saarlouis. Nachdem der Club vergangene Runde fast abgestiegen wäre, liegt er jetzt auf Rang drei. Am Sonntag kommt nun Spitzenreiter SV Friedrichweiler zum Top-Duell.

Das hat es für den FV Stella Sud lange nicht gegeben: Am kommenden Sonntag steht für die Fußballer aus Saarlouis ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm. Stella empfängt als Tabellendritter Ligaprimus SV Friedrichweiler. "Dass wir diese Saison so weit vorne stehen würden, damit hätten wir nie im Leben gerechnet", sagt FV-Trainer Pasquale Lazzara strahlend.

Vergangene Saison wäre der "Stern des Südens" (so die Übersetzung von Stella Sud) fast untergegangen. Nach einer verkorksten Runde stand der Verein am Saisonende auf dem drittletzten Platz. Eigentlich ein Abstiegsplatz, gäbe es da nicht die vieldiskutierten Auf- und Abstiegsspiele im saarländischen Fußball nach dem Saison-Ende. Ausschlaggebend war am Ende die dritte Mannschaft von Saar 05 Saarbrücken. Die besiegte nämlich im entscheidenden Spiel der A-Klassen-Aufstiegsrunde den VfB Dillingen II mit 2:0. Wäre Dillingen II aufgestiegen, hätte Stella in die A-Klasse gemusst. So aber ging Saar 05 in die Saarbrücker Liga.

Doch auch bei Stella passierte etwas in diesen schweren Tagen zwischen Hoffen und Bangen: Es entstand ein Teamgeist, der sich auch in der aktuellen Runde positiv bemerkbar macht. "Obwohl wir nicht wussten, wo wir spielen, haben alle Neuzugänge gesagt, dass sie zu uns kommen - egal, was passiert. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", berichtet Lazzara. "Und die Neuzugänge haben sich gemeinsam mit dem Team Relegationsspiele angeschaut und mitgefiebert. So waren sie schnell integriert."

Nicht nur kameradschaftlich, auch sportlich haben sich die Neuzugänge wie Christian Biehl, Süleyman Yesilmen, Fabio Licata oder Giovanni Falcone mittlerweile als echte Volltreffer herausgestellt. Denn das Saisonziel, nicht mehr gegen den Abstieg zu spielen, scheint Stella mühelos zu erreichen. Prunkstück des von Lazzara neu formierten Teams ist die Abwehr. Erst 19 Gegentreffer musste der FV hinnehmen, das ist der Bestwert der Liga. "Ich lege schon viel Wert auf das Defensivverhalten. Deshalb ist es für mich nicht verwunderlich, dass wir so wenig Gegentore bekommen haben", sagt der 51-Jährige.

Im Top-Duell an diesem Sonntag wartet jetzt allerdings der härteste Brocken auf seinen Vorzeige-Mannschaftsteil. Denn der Spitzenreiter hat die meisten Treffer der Liga erzielt (46) und mit Thomas Geibig (13 Saisontreffer) sowie Marcus Gläs (elf) die beiden treffsichersten Angreifer der Spielklasse. Ein Top-Duell in jeder Hinsicht also.