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Der helle Wahnsinn in der Litermonthalle

Der helle Wahnsinn in der Litermonthalle

Die Finalniederlage beim Turnier der SG Körprich-Bilsdorf hat Seriensieger FV Diefflen gewaltig gewurmt. Am Mittwoch schoss sich das Team den Frust von der Seele. Auch Lebach ist auf gutem Kurs Richtung Hallenmasters – dank eines Sieges beim eigenen Turnier.

Turnier der SG Nalbach-Piesbach

Das war der helle Wahnsinn! Satte 16 Treffer sahen die Zuschauer am Mittwochabend im Finale des Autohaus-Zeller-Cups der SG Nalbach-Piesbach (53 Wertungspunkte): Der amtierende Masters-Champion FV Diefflen setzte sich im Endspiel in der Nalbacher Litermonthalle mit 10:6 nach Verlängerung gegen Saarlandligist VfB Dillingen durch. "Ähnliche spannende Finals habe ich zwar schon erlebt, aber so ein torreiches noch nie", staunte FV-Torjäger Chris Haase über die Torflut.

In der regulären Spielzeit konnte sich zunächst keiner der beiden Lokalrivalen absetzen. Mal führte Dillingen mit einem Tor Differenz, dann lag Diefflen wieder knapp vorne. In der letzten Minute sorgte Carsten Roth für das 6:5 für den Oberligisten Diefflen, doch der VfB schlug noch einmal zurück. Matthias Krauß rettete die Schwarz-Weißen mit dem 6:6 - seinem dritten Treffer im Finale - in die Verlängerung. Dort sorgten zwei Mal Fabian Poß, Chris Haase und Yacine Baizidi dafür, dass es am Ende 10:6 für den Titelverteidiger hieß.

Diefflen nahm somit erfolgreich Revanche für die 3:7-Niederlage gegen Dillingen im Halbfinale des Turniers der SG Körprich-Bilsdorf. Durch diese Pleite war die Traumserie des FVD von 15 Siegen in Serie bei Hallenturnieren zu Ende gegangen. "Wir haben uns über diese Niederlage sehr geärgert, weil wir da nicht unsere beste Leistung gezeigt haben. Deshalb hat jetzt jeder von uns ein paar Prozent mehr gebracht", erklärte Haase. Torhungrig hatte sich Diefflen nicht nur im Finale, sondern auch in der Vorrunde gezeigt. Da schossen die Rot-Weißen in vier Begegnungen satte 37 Treffer. Den höchsten Erfolg gab es gegen den SV Gersweiler (15:0).

Rang drei beim Nalbacher Turnier ging an Saarlandligist SF Köllerbach, der sich im kleinen Finale mit 3:1 gegen Verbandsliga-Schlusslicht SSV Pachten durchsetzte. An drei Turniertagen kamen insgesamt 1000 Zuschauer in die Halle.

Turnier des FV Lebach

Steven Cremers hat Gastgeber SG Lebach-Landsweiler zum Sieg beim eigenen HKS-Cup in der Lebacher Großsporthalle (57 Wertungspunkte) geschossen. Der Außenverteidiger erzielte im Endspiel gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach das entscheidende Tor zum 2:1-Endstand. Cremers traf im Nachsetzen, nachdem er zuvor am Pfosten gescheitert war. Davor hatte Johannes Biewer den Saarlandligisten bereits mit 1:0 in Führung gebracht, Wiesbach hatte durch Patrick Ackermann ausgeglichen. "Ich freue mich sehr, dass ich der Mannschaft durch mein Tor helfen konnte", sagte Cremers strahlend.

Durch den zweiten Turniersieg in diesem Winter machte Lebach-Landsweiler einen großen Schritt in Richtung erneuter Masters-Qualifikation. Die Elf von Trainer Faruk Kremic hatte zuvor bereits das Wiesbacher Turnier gewonnen. "Wir spielen vor allem in der Defensive gut. Jeder macht nach hinten mit, das ist ausschlaggebend, dass wir so erfolgreich sind", erklärte Cremers. Aber auch durch großen Kampfgeist konnte Lebach-Landsweiler überzeugen. In einem hitzigen Halbfinale wandelte der spätere Sieger einen 1:3-Rückstand gegen den Ligarivalen FV Eppelborn noch in einen 5:3-Sieg um. Lebachs Manuel Wollscheit sah in dieser Partie Gelb-Rot, Eppelborns Maurice Schwenk kassierte nach dem Schlusspfiff die Rote Karte wegen Meckerns.

Im zweiten Semifinale hatte sich Wiesbach mit 3:1 gegen Landesliga-Tabellenführer SV Ritterstraße durchgesetzt. Ritterstraße musste sich anschließend im Spiel um Platz drei auch gegen Eppelborn mit 1:4 geschlagen geben. In der Zwischenrunde hatte der SV noch Saarlandligist DJK Bildstock aus dem Rennen gekegelt. 700 Zuschauer verfolgten das Lebacher Turnier.

Turnier des FC Noswendel Wadern

Florian Bicking machte kurz vor Mitternacht den Sack zu. Der Mittelfeldspieler des Oberligisten SV Morlautern traf am Mittwoch beim Haco-Turnier des FC Noswendel Wadern vier Minuten vor Schluss des Finales nach einem Konter zum 3:1 gegen Saarlandligist Spvgg. Quierschied. Die Sportvereinigung konnte durch Torsten Büchel zwar noch auf 2:3 verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht mehr. Morlautern spielte zum ersten Mal beim Haco-Turnier, dem am zweitbesten besetzten Qualifikations-Turnier der Mastersserie, mit - und holte gleich den Titel. Ein Schlüssel zum Erfolg war, dass der SV das torgefährliche Quierschieder Offensiv-Duo Lukas Mittermüller und Mexhid Kadrija weitgehend ausschalten konnte. Beide hatten vor dem Endspiel die gegnerischen Defensivreihen reihenweise durcheinander gewirbelt. Mittermüller traf am Finaltag neun Mal und wurde damit Torschützenkönig, Kadrija erzielte sieben Treffer. Mit Platz zwei war Mittermüller nur bedingt zufrieden. "Wenn man so weit kommt, will man auch gewinnen. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht". Doch der Blick auf die Masters-Tabelle tröstete ihn. Durch den zweiten Platz in Wadern kletterte Quierschied auf Platz drei der Qualifikationswertung. "Wir spielen noch drei Turniere und dürfen weiter vom Masters träumen", freute sich der Offensivakteur.

Quierschied war zuvor auch an der spektakulärsten Partie des Turniers beteiligt. Im Viertelfinale setzte sich der Saarlandligist mit 9:8 nach Verlängerung gegen den von Peter Rubeck trainierten Oberligisten SC Hauenstein durch. Hauenstein musste damit ebenso wie Oberliga-Konkurrent FK Pirmasens in der Runde der letzten acht die Segel streichen. Der FKP unterlag dort Verbandsligist VfB Theley mit 2:3. Das Turnier sahen insgesamt 1800 Zuschauer.

Turnier der AG SV Reiskirchen/SG Erbach

Oberligist FSV Jägersburg hat am späten Donnerstagabend den Titel beim Volksbank-Saarpfalz-Cup des SV Reiskirchen und der SG Erbach im Sportzentrum Homburg-Erbach (49 Wertungspunkte) geholt. Der FSV siegte im Endspiel gegen Verbandsligist SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim mit 6:2. "Wir haben verdient gewonnen. Das knappste Spiel im gesamten Turnier war das gegen unsere eigene zweite Mannschaft", freute sich FSV-Trainer Marco Emich. Dort setzte sich der FSV im Halbfinale mit 4:3 durch. Die zweite Mannschaft ließ sich aber von der Niederlage nicht groß beirren - im Spiel um Platz drei siegte der Landesligist danach mit 3:2 gegen den FC Homburg und machte den Abend für Jägersburg perfekt. Der FCH war zwar mit dem Regionalliga-Team gemeldet, trat aber mit der zweiten Mannschaft (Verbandsliga) an.

Turnier des SC Halberg Brebach

Der SV Röchling Völklingen hat durch einen Sieg beim Schlau.com-Cup des SC Halberg Brebach (69 Wertungspunkte) einen Riesenschritt in Richtung Masters gemacht. Der Oberligist setzte sich im Endspiel in der Brebacher Sporthalle mit 1:0 gegen Ligakonkurrent Saar 05 Saarbrücken durch. Für Röchling war es nach dem Erfolg bei der Veranstaltung der SG Saarlouis-Beaumarais der zweite Turniersieg in diesem Winter . "Ich war noch nie beim Masters und will unbedingt mal hin. Jetzt bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen", jubelte Völklingens Defensivspieler Moritz Zimmer nach dem Finale. Mit 67 Punkten ist Röchling jetzt auf Rang zwei in der Qualifikationstabelle. "Das reicht noch nicht. Aber es jetzt noch zu vergeigen, wäre schon schwer. Wir spielen ja noch einige Turniere", erklärte Zimmer. Der 23-Jährige war im Endspiel zum Matchwinner geworden. Vier Minuten vor dem Ende traf er zum entscheidenden 1:0.

Deutlich mehr Treffer als im Endspiel hatte es zuvor in den spannenden Halbfinal-Begegnungen gegeben. Im ersten Semifinale bezwang Saar 05 den SV Auersmacher (Saarlandliga) mit 8:7 nach Siebenmeterschießen. Völklingen siegte gegen Gastgeber Brebach (ebenfalls Saarlandliga) mit 6:5. Das Spiel um Platz drei entschied Auersmacher mit 3:2 gegen Brebach zu seinen Gunsten.