| 20:10 Uhr

Jahreskonzert
Den Frühling beschwingt empfangen

Der Sängerbund 1872 Fraulautern sowie der Männerchor Hülzweiler und die Chorgemeinschaft Beckingen-Haustadt teilten sich die Bühne.
Der Sängerbund 1872 Fraulautern sowie der Männerchor Hülzweiler und die Chorgemeinschaft Beckingen-Haustadt teilten sich die Bühne. FOTO: Johannes A. Bodwing
Fraulautern. Sängerbund 1872 Saarlouis-Fraulautern, Männerchor Hülzweiler und Chorgemeinschaft Beckingen-Haustadt gaben Konzert.

Ein würdiger Empfang des Frühlings war das Chorkonzert des Sängerbundes 1872 Saarlouis-Fraulautern am Sonntag in Fraulautern. Im Wechsel mit dem Männerchor Hülzweiler sowie der Chorgemeinschaft Beckingen-Haustadt füllten sie das Vereinshaus mit lebensfrohen Melodien.


„Immer an Palmsonntag“, sagte der Vorsitzender des Sängerbundes, Martin Labitzke, zur Terminierung des Konzertes. Und um die 200 Zuhörer füllten den Saal fast gänzlich aus. Drei breite Podeste standen auf der Bühne bereit, dahinter hing eine goldene Lyra mit dem Schriftzug „Sängerbund 1872“. Im aufleuchtenden Scheinwerferlicht positionierten sich die rund 50 Sängerinnen und Sänger, Dirigentin Svetlana Schneider verbeugte sich vor dem Publikum, kurze Blickkontakte zu Pianistin Lina Saritskaya und Chor, dann gab das erste Lied die grundlegende Stimmung vor. „Ein kleines Stück Musik kann ein Wunder sein“, war eine Hommage an die Welt der Klänge.

In seinem Grußwort verwies Labitzke auf den Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin. Der sagte einmal: „Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.“ Und die bekam sie am Sonntagabend. Der Sängerbund verzauberte mit drei bekannten Melodien aus „Im weißen Rössl“. Eigene Akzente setzten die Solisten Helena Klein (Sopran), Fredi Jungmann und Antonio Russello (Tenor). Lina Saritskaya überzeugte in jeder Programmhälfte mit einem Solo. Einmal mit einem romantischen Impromptu von Franz Schubert, später mit „Couple in a Café“, einer verträumt wirkenden Filmmusik von Mikael Tariwerdijew. „Der Frühling kommt oft über Nacht“, versicherten die etwa drei Dutzend Sänger des Männerchors Hülzweiler und der Chorgemeinschaft Beckingen-Haustadt. Mit dem Tanzlied „Amapolita“ weckten sie Lebenslust, die nach „Das Leben ist eine Reise“ schließlich „Im Weinparadies“ endete. Nach einer Pause setzten die Gäste aus Hülzweiler und Beckingen-Haustadt die belebende Atmosphäre fort. Darunter „Küsse von dir“, der Siegertitel des Grand Prix Eurovision 1976 in deutscher Fassung, sowie der Hit „Dschinghis Khan“. Mit „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ und „Im Prater blüh‘n wieder die Bäume“ beschwor der Sängerbund im letzten Teil des Konzertes die Walzerseeligkeit des Komponisten Robert Stolz. Ralf Benatzkys „Im Salzkammergut“ entführte wieder ins „Weiße Rössl“ und der „Chor der Gefangenen“ in die Verdi-Oper „Nabucco“. Den gemeinsamen Schlusspunkt setzten die Chöre mit der deutschen Fassung von „Amazing Grace“. Am Ende folgte eine gesellige Runde von Sängern und Zuhörern.

(az)